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54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

07. bis 10.09.2009, Essen

Konzeption einer Infrastruktur für die Integrierte Versorgung unter Verwendung von Ensemble

Meeting Abstract

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  • Markus Lamprecht - Westsächsische Hochschule Zwickau, Zwickau
  • Anke Häber - Westsächsische Hochschule Zwickau, Zwickau

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds). Essen, 07.-10.09.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmds269

DOI: 10.3205/09gmds269, URN: urn:nbn:de:0183-09gmds2698

Veröffentlicht: 2. September 2009

© 2009 Lamprecht et al.
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Gliederung

Text

Heutige Herausforderungen im deutschen Gesundheitswesen sind vielfältig. Die ständig steigende Lebenserwartung, die in erster Linie im medizinischen Fortschritt begründet ist, und die Abnahme der Geburtenrate, haben zu einer veränderten Altersstruktur geführt, die sich auch in Zukunft fortsetzen wird. Das Krankheitsbild der älteren Menschen ist häufig durch chronische und meist irreversible Krankheiten charakterisiert. Aber auch Altersgruppen unter 60 sind immer häufiger von chronischen Erkrankungen betroffen. Eine Ursache sind wechselnde Arbeitsbelastungen. Chronische Erkrankungen bedeuten für Krankenkassen durch ihre lange Behandlungszeit eine hohe finanzielle Belastung. Die Behandlung dieser Krankheiten geschieht meist über mehrere Sektoren, beispielsweise Hausarzt, Facharzt, Krankenhaus und Rehabilitationsklinik, als Leistungserbringer. Um diese Probleme zu lösen, sollen die Sektoren im deutschen Gesundheitswesen besser miteinander zusammenzuarbeiten. Krankenkassen erhalten durch Verträge die Möglichkeit, ihren Versicherten eine abgestimmte Versorgung anzubieten, bei der Haus- und Fachärzte, ärztliche und nicht ärztliche Leistungserbringer, ambulanter und stationärer Bereich sowie gegebenenfalls Apotheken, koordiniert zusammenwirken.

Die Aufgabe der Informatik ist es nun, die Informationssysteme der jeweiligen Sektoren zu vernetzen und deren Prozesse zu koordinieren, um eine Integrierte Versorgung zu erreichen.

Diese Problematik wurde in einer Diplomarbeit bearbeitet. Der Beitrag soll Möglichkeiten aufzeigen, um Anwendungssysteme im Gesundheitswesen über Einrichtungsgrenzen hinweg miteinander kommunizieren zu lassen.

Die Kommunikation wird mithilfe einer Integrationsplattform umgesetzt. Als Integrationslösung wurde Ensemble der Firma Intersystems verwendet. Anwendungssysteme wie das Praxisverwaltungssystem DOCconcept und das Patientenverwaltungssystem SAP IS-H wurden genutzt.

Mithilfe von Ensemble wurde eine prototypische Anwendung im eHealth-Labor Zwickau umgesetzt, bei der die Integration der installierten Anwendungssysteme realisiert wird. Es entstand eine Master-Patient-Index, um die Zuordnung der Patienten zu den einzelnen Systemen zu gewährleisten.