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54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

07. bis 10.09.2009, Essen

E-Learning zwischen Lernverwaltung und didaktischem Mehrwert

Meeting Abstract

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  • Thomas Kupka - Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik, Hannover
  • Marianne Behrends - Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik, Hannover
  • Herbert K. Matthies - Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds). Essen, 07.-10.09.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmds236

DOI: 10.3205/09gmds236, URN: urn:nbn:de:0183-09gmds2369

Veröffentlicht: 2. September 2009

© 2009 Kupka et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Der zunehmende Einsatz von E-Learning in der Lehre erfolgt stetig durch die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche. Neben der Verwaltung von Lerninhalten bietet E-Learning auch die Möglichkeit, didaktische Konzepte umzusetzen und durch Nutzung von Multimedia, Lehrinhalte anschaulicher zu vermitteln.

Material und Methoden: Um didaktisch interessante E-Learning-Angebote aufzubauen, ist es notwendig, die Lehrenden für den Prozess der Inhaltserstellung zu motivieren und es ihnen zu ermöglichen, die Lehrinhalte unkompliziert zu erstellen. Hier haben sich webbasierte Content-Management-Systeme etabliert, die das einfache Erstellen von webbasierten multimedialen Inhalten unterstützen. Insbesondere in der Medizin kann durch die Einbindung von Videos und Animationen dem Lernenden sowohl deklaratives als auch prozedurales Wissen anschaulicher vermittelt werden.

Seit vielen Jahren gibt es Bestrebungen, Inhalte im Web durch Metawissen semantisch auszuzeichnen (Semantic Web) [1]. Metawissen lässt sich auch didaktisch gewinnbringend einsetzen. So ist es für bestimmte Inhalte von Interesse, wie gut sie von den Lernenden verstanden wurden und welche Relevanz sie bezüglich des Lernziels haben. Dieses Metawissen ist sowohl für die Lehrenden interessant, die aufgrund dieser Informationen das Lernmaterial optimieren können, als auch für die Lernenden, die hierdurch eigene Wissensdefizite besser erkennen können.

Ergebnisse: Zur Erstellung von Lerninhalten und zum webbasierten Lernen wurde das webbasierte Content-Management-System Schoolbook [2] entwickelt. Es bietet die Möglichkeit, kleinere Lerneinheiten hierarchisch zu strukturieren und zu größeren Modulen zusammenzufassen, die untereinander als ein semantisches Netz [3] verknüpft werden können. Hierdurch lassen sich unterschiedliche Zugänge zu den jeweiligen Wissenseinheiten realisieren.

Das Schoolbook unterstützt eine Vielzahl von Medienformaten. Die Auflösung und das Format von Bildern, die der Autor einfügt, können automatisch angepasst werden. Bilder und Videos lassen sich so einbinden, dass sie interaktiv vergrößert werden können.

Diskussion und Schlussfolgerung: Mit dem Schoolbook ist es für Fachautoren möglich, ohne spezielle Kenntnisse über Webseitenerstellung Inhalte aufzubauen. Es ist geplant, diese mit semantischen Metainformationen auszuzeichnen, um verstärkt didaktische Konzepte für das jeweilige Fachgebiet umsetzen zu können.


Literatur

1.
Seeberg C. Life Long Learning – Modulare Wissensbasen für elektronische Lernumgebungen. Berlin: Springer; 2003.
2.
Kupka T. Schoolbook – Konzeption und Entwicklung einer universell einsetzbaren modularen Wissensbasis [Dissertation]. Hannover: Medizinische Hochschule; 2008.
3.
Lunze J. Künstliche Intelligenz für Ingenieure. 2 Bände. München: Oldenbourg; 1994.