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54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

07. bis 10.09.2009, Essen

Der berufsbegleitende Masterstudiengang „Medical Biometry/Biostatistics“ der Universität Heidelberg

Meeting Abstract

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  • Andreas Deckert - Institut für Medizinische und Informatik Biometrie Heidelberg, Heidelberg
  • Petra Schiller - Institut für Medizinische und Informatik Biometrie Heidelberg, Heidelberg
  • Meinhard Kieser - Institut für Medizinische und Informatik Biometrie Heidelberg, Heidelberg

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds). Essen, 07.-10.09.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmds121

DOI: 10.3205/09gmds121, URN: urn:nbn:de:0183-09gmds1218

Veröffentlicht: 2. September 2009

© 2009 Deckert et al.
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Gliederung

Text

Eine erfolgreiche Planung und Durchführung medizinischer Forschungsprojekte verlangt von Wissenschaftlern umfangreiche biometrische und medizinische Kenntnisse sowie übergreifendes Wissen und die Fähigkeit, beide Bereiche zusammenzuführen. Weltweit besteht ein großer Bedarf an fundiert ausgebildeten Biometrikern, der insbesondere in Deutschland nicht gedeckt werden kann, weil entsprechende grundständige Ausbildungen fehlen. Eines der wenigen Angebote in Deutschland ist der neue Masterstudiengang „Medical Biometry/Biostatistics“ an der Universität Heidelberg. Das Konzept für diesen berufsbegleitenden Masterstudiengang mit dem Studienziel Master of Science (MSc) wurde basierend auf der vormaligen Postgraduellen Ausbildung „Medizinische Biometrie“ entwickelt. Dabei wurden sowohl die europäischen Vorgaben zur Strukturierung und Modularisierung von Studiengängen gemäß dem Bologna-Prozess berücksichtigt als auch die Empfehlungen der Deutschen Fachgesellschaften [1] bei der Curriculumplanung umgesetzt.

Der Studiengang besteht aus den Modulen Biometrie, Statistische Verfahren, Studien, Datenmanagement, Epidemiologie, Medizin und Vertiefungen. Neben der Vermittlung der fachlichen und methodischen Grundlagen steht die Anwendung im Vordergrund, d.h. die Planung und Auswertung von Studien unter der Berücksichtigung ethischer und rechtlicher Aspekte sowie die Modellierung von biologischen und medizinischen Zusammenhängen. Die verantwortlichen Dozenten kommen dabei aus den verschiedensten Berufsfeldern, aus universitären Forschungseinrichtungen, Gesundheitsbehörden, Pharmafirmen und unabhängigen Klinischen Forschungsorganisationen.

Der Studiengang richtet sich sowohl an Mediziner als auch an (Bio)Statistiker bzw. Absolventen relevanter Studiengänge mit Schwerpunkt Statistik. Zielsetzung ist es, Biometriker auszubilden, die in dem interdisziplinären Kontext von klinischen Studien zwischen Medizin und Statistik erfolgreich arbeiten.

Eine Besonderheit des Studiengangs ist die berufsbegleitende Studienform. Die insgesamt 23 Lehrveranstaltungen finden jeweils in mehrtägigen Blöcken über vier Semester statt. Dabei ist es ein großes Anliegen des Studiengangs, organisatorisch und inhaltlich eine individuelle Verzahnung von Beruf und Studium zu ermöglichen. So kann ein Teil der Studienleistung beispielsweise über berufsbezogene Projektarbeit erfüllt werden.

Auf dem Poster wird kurz erläutert, warum ein Masterstudiengang „Medical Biometry/Biostatistics“ erforderlich ist. Des weiteren werden das Profil des Studiengangs und die Inhalte der Module stichwortartig beschrieben.


Literatur

1.
Holle R, et al. Empfehlungen der GMDS zur Bildung und Ausbildung in Medizinischer Biometrie. Inform Biom Epidemiol Med Biol. 1996;27:1-23.