gms | German Medical Science

54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

07. bis 10.09.2009, Essen

Untersuchung ernährungsbezogener Präventionsangebote in Kitas im Land Bremen: ein Evaluationsprojekt

Meeting Abstract

  • Antje Hebestreit - Universität Bremen / BIPS, Bremen
  • Ingeborg Jahn - Universität Bremen / BIPS, Bremen
  • Hermann Pohlabeln - Universität Bremen / BIPS, Bremen
  • Wolfgang Ahrens - Universität Bremen / BIPS, Bremen

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds). Essen, 07.-10.09.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmds032

DOI: 10.3205/09gmds032, URN: urn:nbn:de:0183-09gmds0326

Veröffentlicht: 2. September 2009

© 2009 Hebestreit et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung/Hintergrund: Ziel der BMBF-geförderten Studie ist die Evaluation der Wirksamkeit eines Verpflegungskonzepts für Kitas, das auf institutioneller Ebene ansetzt und Verhaltensprävention indirekt über Verhältnisprävention bewirken will. Die Zielgrößen sind Übergewichtsprävention, Förderung einer gesunden Ernährung bei Kindern, Motivation, Kognitionen und Verhalten von Eltern. Es wird geprüft, ob die Intervention in unterschiedlichen sozialen Gruppen unterschiedlich wirksam ist. In diesem Beitrag wird das Design der Studie vorgestellt.

Material/Methoden/Ergebnisse: Es wird ein kontrolliertes Studiendesign mit drei Vergleichsgruppen realisiert: Primäres Ziel ist der Vergleich Intervention (d.h. Verpflegungskonzept) gegen keine Intervention (d.h. kein Verpflegungskonzept). Zusätzlich erfolgt ein Vergleich mit einer Intervention auf Basis eines Fachberatungskonzepts um festzustellen, welche Effekte durch eine weniger aufwändige Intervention erreicht werden können. Eingeschlossen werden Eltern/Kinder/Familien, die im Kita-Jahr 2009/1010 neu in die Kita aufgenommen werden. Es werden pro Gruppe ca. 15-20 Kitas und 350 Eltern/Familien/Kinder in die Studie einbezogen. Die Auswahl der Kitas erfolgt nach Trägern (die Interventionen sind trägerspezifisch) sowie nach sozial-räumlicher Lage und Sozialstruktur der Kita, Einrichtungsgröße und Betreuungsschlüssel. Es erfolgen ein Baseline-Survey (t0) zu Beginn des Kita-Jahres und ein Follow up (t1) nach ca. 1 Jahr. Die Fallzahl berücksichtigt die Stratifizierung der Stichprobe nach sozialen Merkmalen und ermöglicht die Aufdeckung von mittelgroßen Unterschieden [1] zwischen einer Kontroll- und Interventionsgruppe mit einer Power von 80% in Subgruppen mit einem n=75.

Die quantitative Wirkungsevaluation ist eingebettet in eine partizipative begleitende Prozess- und Strukturevaluation. In einer qualitativen Vorstudie mit Eltern/Familien/Kindern in sozial benachteiligten Lebenslagen werden Handlungsspielräume und Handlungsbarrieren im Kontext des Ernährungs- und Essverhaltens eruiert.

Diskussion/Schlussfolgerungen: Es werden Aussagen zur Wirksamkeit der Präventionsmaßnahmen für Menschen unterschiedlicher sozialer Lagen erwartet.


Literatur

1.
Cohen J. Statistical Power Analysis for the Behavioral Sciences. Hillsdale, NJ: Lawrence Earlbaum Assoc.; 1988.