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53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

15. bis 18.09.2008, Stuttgart

Grafisch-intuitive Dokumentation von Kontaktlinsen-Komplikationen

Meeting Abstract

  • Clemens Jürgens - Universitätsaugenklinik, Greifswald, Deutschland
  • Beatrice Rudolph - Universitätsaugenklinik, Greifswald, Deutschland
  • Rico Grossjohann - Universitätsaugenklinik, Greifswald, Deutschland
  • Frank Tost - Universitätsaugenklinik, Greifswald, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. 53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds). Stuttgart, 15.-19.09.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocMI16-3

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2008/08gmds186.shtml

Veröffentlicht: 10. September 2008

© 2008 Jürgens et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund

Leichte Verfügbarkeit und wachsende Popularität von Kontaktlinsen führen zu deren kontinuierlich steigender Verbreitung und Anwendung. Zur Vermeidung von Komplikationen sind höhere Anforderungen an das Qualitätsmanagement zu stellen, das durch den Einsatz von softwarebasierter grafischer Befunddokumentation hilfreich unterstützt und optimiert werden soll.

Material und Methoden

Zur standardisierten Dokumentation von Befunden am vorderen Augenabschnitt bei Kontaktlinsenträgern definiert die Efron Grading Scale [1], [2], [3] 16 Befundklassen in fünf Schweregraden (normal – trace – mild – moderate – severe). Beschrieben werden sowohl makroskopische Veränderungen am Vorderabschnitt als auch mikroskopische und Spaltlampenbefunde. Um eine standardisierte und grafisch-intuitive Dokumentation von Kontaktlinsenkomplikationen zu ermöglichen, wurde das Befundungsschema der Efron Klassifikation in ein Java-basiertes Softwaremodul umgesetzt.

Ergebnisse

Die digitale Implementierung der Efron Klassifikation ermöglicht dem klinischen Anwender auf einer schematischen Darstellung des Auges die einfache sektorale Zuordnung aller 16 Efron Befundklassen mit zugehörigem Schweregrad. Hierzu wird mit einem Mausklick der entsprechende Abschnitt markiert und anschließend aus einem erscheinenden Kontextmenü die Befundklasse und deren Schweregrad ausgewählt. Danach wird im entsprechenden Sektor die Ausprägung des Befunds in Anlehnung an die Efron Klassifikation grafisch visualisiert.

Die einfache Handhabung, der schnelle Zugriff auf Befundklassen und das standardisierte Schema der Efron-Klassifikation führen zu einer Optimierung der Dokumentationsgüte und Einsparungen beim Zeitaufwand zur Befunderstellung.

Diskussion

Eine qualitativ hochwertige Befunddokumentation ist mit anschaulicher Visualisierung damit auch in der klinischen Routine möglich. Der sinnvolle Einsatz von Softwaretools zur Unterstützung bei der Befunderstellung kann helfen, die Anforderungen der Dokumentation bei der Kontaktlinsenanpassung zu optimieren.


Literatur

1.
Efron N, Chaudrey A. Grading static versus dynamic images of contact lens complications. Clin Exp Optom. 2007;90(5):361-6.
2.
Efron N, Morgan PB, Katsara SS. Validation of grading scales for contact lens complications. Ophthalmic Physiol Opt. 2001;21(1):17-29.
3.
Efron N. Grading scales for contact lens complications. Ophthalmic Physiol Opt. 1998;18(2):182-6.