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53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

15. bis 18.09.2008, Stuttgart

Erstellung eines Katalogs ambulanter Leistungen

Meeting Abstract

  • Claudia Scholler - Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Wien, Österreich
  • Anna Geiersbach - Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Wien, Österreich
  • Jutta Schröder - Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Wien, Österreich
  • Ingrid Wilbacher - Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Wien, Deutschland
  • Gottfried Endel - Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Wien, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. 53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds). Stuttgart, 15.-19.09.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocP-28

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2008/08gmds095.shtml

Veröffentlicht: 10. September 2008

© 2008 Scholler et al.
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Gliederung

Text

Einleitung und Fragestellung

Aufgrund unterschiedlicher Finanzierungsformen für den ambulanten und stationären Bereich im österreichischen Gesundheitswesen existieren eine Reihe verschiedener Honorarkataloge, die miteinander nicht oder nur schwer vergleichbar sind. Im Rahmen eines von der österreichischen Bundesgesundheitskommission in Auftrag gegebenen Projekts ist im Jahr 2007 die Basis für einen bundesweit einheitlichen Katalog ambulanter Leistungen (KAL) geschaffen worden. Dies geschah im Wesentlichen durch Mapping vorhandener Kataloge auf eine gemeinsame Struktur, deren Systematik der französischen Classification Commune des Actes Médicaux (CCAM) entlehnt ist.

Material und Methoden

Der Katalog besitzt eine multiaxiale Struktur, die weitestgehend der Achsensystematik der CCAM entspricht. Auf vier Achsen werden Grob- und Feinanatomie, Leistungsart (Diagnostik/Therapie) und Zugang zugeordnet. Zusätzlich ist es möglich, aber nicht zwingend, eine Leistungseinheit sowie die benötigte Versorgungsstruktur zu codieren.

Im Projekt wurden die Honorarordnungen für den niedergelassenen Bereich sowie die Kataloge aus den Spitalsambulanzen vierer Bundesländer auf die KAL-Systematik abgebildet. Auf diese Weise konnten die Leistungen vergleichbar gemacht werden (siehe Abbildung 1 [Abb. 1]).

Da vorhergehende Versuche, einen kompletten Katalog für das ambulante Leistungsgeschehen zu erstellen, an dem Problem der Vollständigkeit gescheitert waren, wurden Kriterien für die Aufnahme bzw. den Ausschluss von Leistungen definiert (siehe Tabelle 1 [Tab. 1], Tabelle 2 [Tab. 2]).

Nur Leistungen, die die Kriterien erfüllten, wurden auch in die Startversion des Katalogs aufgenommen.

Mithilfe retrospektiver Abrechnungsdaten wurde schließlich das Leistungsgeschehen des niedergelassenen und des spitalsambulanten Bereichs in der neuen Systematik miteinander verglichen.

Ergebnisse

Obwohl aufgrund der definierten Kriterien nur ein Teil der in den Honorarordnungen verfügbaren Leistungen auf den neuen Katalog gemappt wurde, stellte sich heraus, dass ein Großteil des tatsächlichen Leistungsgeschehens abgebildet ist: Je nach Bereich wurde eine Abbildung zwischen 80 und 95% des Leistungsgeschehens erreicht. Damit ist sichergestellt, dass das Projektziel erreicht wurde und die wesentlichen und relevanten Leistungen im Katalog verfügbar sind.


Literatur

1.
Geiersbach A. Erstellung eines Kataloges ambulanter Leistungen. Soziale Sicherheit; Februar 2008; 78-84.