gms | German Medical Science

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Portierung eines begriffsorientierten Terminologie-Managementsystems auf eine internet-basierte Benutzungsoberfläche

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • Anke Schweppenheiser - Medizinische Biometrie und Informatik, Universitätsklinikum, Heidelberg
  • Stefanie Ganzinger - Medizinische Biometrie und Informatik, Universitätsklinikum, Heidelberg
  • Petra Knaup - Medizinische Biometrie und Informatik, Universitätsklinikum, Heidelberg

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds919

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds919.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Schweppenheiser et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung und Hintergrund: In dem Projekt "Dokumentation und Therapieplanung in der Pädiatrischen Onkologie" [1] wurde ein Terminologie-Managementsystem (TMS) zur Verwaltung einer Referenzterminologie entwickelt [2]. Die Referenzterminologie beinhaltet den Basisdatensatz der Pädiatrischen Onkologie [3].

Das TMS ist als lokales Anwendungssystem verfügbar und kann innerhalb einer Institution genutzt werden. Die Benutzungsoberfläche ist zurzeit auf Terminologieverwalter ausgerichtet und weniger auf klinische Anwender.

Daher soll ein internetbasiertes Terminologiemanagementsystem (iTMS) modelliert, und in Java realisiert werden, das sich an Funktionalität und Datenbank des bestehenden TMS orientiert. Ein online verfügbares TMS erleichtert den Zugang und die Nutzung [4]. So entfällt die Installation der verschiedenen Komponenten für jeden Anwender und es kann von vielen Personen an verschiedenen Orten genutzt werden.

Material und Methodik: Um die Struktur des TMS zu verstehen, wurde zunächst die bestehende Datenbank analysiert. Im nächsten Schritt wurde iTMS mit UML modelliert.

Um eine Trennung zwischen Benutzeroberfläche, Programmsteuerung und Geschäftslogik zu erreichen, wurde die Java Platform, Enterprise Edition eingesetzt. Auf Basis der Model 2 Architecture bilden Java Server Pages die Benutzeroberfläche. Java Servlets übernehmen die Kommunikation zwischen Anwender und Applikation. Zur Realisierung der Geschäftslogik kommen Enterprise Java Beans zum Einsatz. Eine Verbindung zur Borland Interbase® Datenbank erfolgt durch Java Database Connectivity.

Ergebnisse: iTMS unterscheidet die Benutzerrollen Gast, Referenzterminologieadministrator und Studienterminologieadministrator. Es wurde ein allgemeines Use-Case für alle Benutzer und ein detailliertes für den Gast modelliert. Des Weiteren wurden u.a. 4 Aktivitätsdiagramme zur Suche von Begriffen, 3 Klassendiagramme z.B. zur Begriffsverwaltung und 6 Sequenzdiagramme z.B. zur Stichwortsuche modelliert.

Die Modellierung ist größtenteils abgeschlossen und ein Prototyp wurde begonnen.

Diskussion und Schlussfolgerung: Die Trennung von Benutzeroberfläche, Programmsteuerung und Geschäftslogik ermöglichen eine einfache Erweiterbarkeit des Systems. Die unterschiedlichen Rollen ermöglichen eine sehr flexible Benutzerverwaltung, individuelle Rechtevergabe und eine schrittweise Implementierung. Zunächst wurde die Gastrolle entworfen. Durch Implementierung der übrigen Rollen, können begriffsorientierte Referenzterminologien [5] auch kollaborativ entwickelt werden.


Literatur

1.
Knaup P, Merzweiler A, Mludek V, Weber R, Wiedemann T. Pädiatrische Onkologie Rechnerunterstützte Dokumentation und Therapieplanung. Deutsches Ärzteblatt 2000; 97: B2564-B2566.
2.
Merzweiler A. Erstellung eines Terminologie-Managementsystems für die Pädiatrische Onkologie. PhD thesis, Medizinische Fakultät, Universität Heidelberg 2004.
3.
Merzweiler A, Ehlerding H, Creutzig U, Graf N, Hero B, Kaatsch P, Zimmermann M, Weber R, Knaup P. Terminologiestandardisierung in der Pädiatrischen Onkologie - der Basisdatensatz. Klinische Pädiatrie 2002; 214: 212-217.
4.
Gennari J, Oliver D, et al. A Web-Based Architecture for a Medical Vocabulary Server. Nineteenth Annual Symposium on Computer Applications in Medical Care, New Orleans, LA 1995; Nineteenth Annual Symposium on Computer Applications in Medical Care, New Orleans, LA: 275-279.
5.
Cimino J. Desiderata for controlled medical vocabularies in the twenty-first century. Methods Inf Med 1998; 37(4-5): 394-403.