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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Entwicklung eines Zertifizierungssystems zur Stärkung der Verpflegungskompetenzen in Kindertagesstätten – das Münchner KiTZ-Projekt

Meeting Abstract

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  • Cornelia Rauscher - Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre - Marketing und Konsumforschung, Freising
  • G. Karg - Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre - Marketing und Konsumforschung, Freising
  • K. Gedrich - Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre - Marketing und Konsumforschung, Freising

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds897

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds897.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Rauscher et al.
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Gliederung

Text

Problemstellung und Zielsetzung: Bundesweit wird jedes zehnte Kind zwischen 3 und 14 Jahren ganztags in einer Kindertagesstätte (Kita) betreut und mittags verpflegt. Kitas haben dadurch die Möglichkeit, Kinder an eine physiologisch wertvolle Ernährungsweise heranzuführen. Diese Chance wird aber noch wenig genutzt, da es oft an entsprechenden Verpflegungskompetenzen fehlt.

Im Rahmen der vom Bayerischen Gesundheitsministerium geförderten KiTZ-Studie (Kinder-Tagesstätten-Zertifizierungssystem) wird daher ein Zertifizierungssystem (ZS) entwickelt, das den bayerischen Kitas die Möglichkeit bietet, ihre Mittagsverpflegung im Hinblick auf die ernährungsphysiologische und sensorische Qualität zu evaluieren und zu verbessern.

Methodik: Für die Entwicklung des ZS wurden in Münchner Kitas zwei Studien durchgeführt. In der ersten Studie wurden im Mai/Juni 2005 in einer schriftlichen Vollerhebung insgesamt 674 Münchener Kitas allgemein zu ihrem Mittagsverpflegungsangebot und speziell zu den Speiseplänen von 4 zusammenhängenden Wochen befragt. Dadurch konnte die Qualität der Mittagsverpflegung exemplarisch evaluiert werden.

Ergänzend wurde im März/April 2006 eine zweite, vertiefende Studie in 30 Kitas durchgeführt. Hier wurde pro Kita an 5 verschiedenen Tagen eine Probe der Mittagsverpflegung genommen und deren Nährstoffgehalt im Labor chemisch analysiert.

Ausgehend von den Ergebnissen beider Studien wurden für das ZS Qualitätsstandards zur Bewertung der Mittagsverpflegung von Kitas entwickelt und Instrumente zur Erfassung der jeweiligen IST-Situation konzipiert. Um jenen Kitas, die die Qualitätsstandards nicht erreichen, praxisgerechte Handlungsempfehlungen zur Verbesserung ihrer Mittagsverpflegung liefern zu können, beinhaltet das ZS Schwachstellenanalysen und Methoden zur Optimierung des Verpflegungsangebots.

Das ZS wurde als computergestütztes Selbstauditsystem so entworfen, dass es im Internet von jeder bayerischen Kita zur Stärkung der Verpflegungskompetenz genutzt werden kann.

Ergebnisse: Die Entwicklung des ZS steht kurz vor ihrem Abschluss. Um sicherzustellen, dass das ZS den Anforderungen der Praxis gerecht wird, erfolgt im Anschluss an die Entwicklungsphase eine Testphase, in der die Zertifizierung in ausgewählten Kitas exemplarisch durchgeführt wird.