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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Evaluation des Gesundheitsziels 'Tabakkonsum reduzieren': Ergebnisse des bundesweiten Monitorings der BZgA zum Rauchen bei Jugendlichen

Meeting Abstract

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  • Boris Orth - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln
  • Volker Stander - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln
  • Jürgen Töppich - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds889

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds889.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Orth et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Rauchen verursacht eine bedeutende Anzahl von Erkrankungen und gilt als eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Die meisten Raucher beginnen das Rauchen schon in ihrer Jugend und ein großer Teil der erwachsenen Raucher raucht täglich und zeigt abhängiges Verhalten. Die Reduktion des Tabakkonsums ist eines der festgelegten bundesweiten Gesundheitsziele. In Bezug auf Jugendliche werden zur Zielerreichung seit einigen Jahren auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene sowohl verhaltenspräventive Konzepte (suchtpräventive Lebenskompetenzprogramme, Wettbewerbe, Informationskampagnen) als auch Maßnahmen der Verhältnisprävention (Verkaufs- und Altersbeschränkungen, rauchfreie Schulen, Steuererhöhungen) eingesetzt. Der Erfolg der Aktivitäten soll unter anderem auch mit bundesweit wiederholt erhobenen repräsentativen Daten evaluiert werden.

Methoden: Die BZgA führt seit den 1970er Jahren regelmäßig repräsentative Querschnittserhebungen zum Konsum von illegalen Drogen, Alkohol und Tabak bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch ('Drogenaffinitätsstudie'). Für die Jahre 2003, 2005 und 2007 liegen darüber hinaus Daten aus zusätzlichen Befragungen zum Rauchen vor ('Förderung des Nichtrauchens'). Somit ist seit 2001 ein fast jährliches Monitoring des Rauchverhaltens Jugendlicher in Deutschland gegeben. An der diesjährigen Befragung haben N = 3602 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren teilgenommen. Die Datenerhebung erfolgte mittels computer-gestützter telefonischer Interviews (CATI).

Ergebnisse: Nach einem Anstieg des Anteils rauchender Jugendlicher in den 1990er Jahren ist seit 2001 wieder ein Rückgang zu beobachten. Die Quote ist von 32% in 2001 auf 26% in 2005 gesunken. Die Auswertungen der neuen Daten sollen unter anderem prüfen, ob sich dieser Trend fortgesetzt hat.

Schlussfolgerungen: Der Rückgang des Anteils rauchender Jugendlicher zeigt, dass das Spektrum der getroffenen Maßnahmen insgesamt zu den erwünschten Veränderungen führt. Die bisherigen Bemühungen sollten deshalb fortgeführt und intensiviert werden.