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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Neue Aufgaben und Methoden in der Berichterstattung aus Epidemiologischen Krebsregistern

Meeting Abstract

  • Klaus Kraywinkel - Epidemiologisches Krebsregister NRW gGmbH, Münster
  • Wolf Ulrich Batzler - Epidemiologisches Krebsregister NRW gGmbH, Münster
  • Hermann Brenner - Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg
  • Klaus Giersiepen - Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin, Bremen
  • Jörg Haberland - Robert Koch-Institut, Berlin
  • Joachim Kieschke - Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen, Oldenburg
  • Martin Meyer - Bevölkerungsbezogenes Krebsregister Bayern (Registerstelle), Erlangen
  • Christa Stegmaier - Epidemiologisches Krebsregister Saarland, Saarbrücken
  • Hans-Werner Hense - Epidemiologisches Krebsregister NRW gGmbH, Münster

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds854

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds854.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Kraywinkel et al.
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Gliederung

Text

Einleitung / Hintergrund: Mit der zunehmenden Flächendeckung der Epidemiologischen Krebsregistrierung in Deutschland stellen sich auch für die Berichterstattung aus den Registern neue Anforderungen. Nicht nur verbreitert sich die Datenlage, Krebsregisterdaten rücken zunehmend in das Interesse der Versorgungsforschung und Gesundheitsplanung, aber auch der Presse und allgemeinen Öffentlichkeit.

Material und Methoden: Anhand von Beispielen aus nationalen und internationalen Publikationen werden Aufgabenfelder für die künftige Berichterstattung umrissen, sowie die grundliegenden Methoden und Problem vorgestellt.

Ergebnisse: Folgende mögliche Themen für die Berichterstattung aus Krebsregistern wurden identifiziert, die über die traditionelle Darstellung von Inzidenz- und Mortalitätsraten hinausgehen:

  • Darstellung der Überlebensraten von Krebspatienten inklusive Analyse von regionalen Unterschieden und zeitlichen Trends
  • Berechnung bzw. Abschätzung von Prävalenzen
  • kleinräumige Analysen der Krebsinzidenz (Untersuchung von Krebs-Clustern oder kontinuierliches Monitoring geografischer Verteilungen)
  • Projektion zukünftiger Inzidenz- und Prävalenzdaten (kurz- oder langfristig)
  • Neue Wege in der Risikokommunikation (Berechnung von Erkrankungsrisiken)

Diskussion / Schlussfolgerungen: Je nach Größe des Registers, Stand des Aufbaus und anderen Rahmenbedingungen werden die Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland die genannten Ansätze in unterschiedlichem Ausmaß in ihre Berichterstattung übernehmen. Insgesamt wird es für sie jedoch von hoher Bedeutung sein, auf diesem Gebiet Kompetenzen zu erwerben, um die Berichterstattung künftig auf eine breitere Basis stellen und damit auch mehr Öffentlichkeitswirkung zu erlangen. Die Entwicklung methodischer Standards ist notwendig, um die nationale und internationale Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. Darüber hinaus kommt den Epidemiologischen Krebsregistern zunehmend eine wichtige Bedeutung in der Durchführung epidemiologischer Studien zu.

Beitrag für Satelliten-Workshop/Session GEKID