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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

cyberMarathon – Untersuchung von Motivationsformen zur Steigerung der körperlichen Aktivität von Jugendlichen

Meeting Abstract

  • Maik Plischke - TU Braunschweig, Braunschweig
  • Michael Marschollek - TU Braunschweig, Braunschweig
  • Reinhold Haux - TU Braunschweig, Braunschweig
  • Uwe Tegtbur - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds308

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds308.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Plischke et al.
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Gliederung

Text

Einleitung/ Hintergrund: Körperliche Inaktivität und gesteigerte Energieaufnahme erhöhen die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas und steigern schon bei Kindern und Jugendlichen das Auftreten von Herz-Kreislauf- und Gelenkerkrankungen [1]. Die positiven Ergebnisse des von Januar bis Juni 2006 durchgeführten Experimentes zur sensorgestützten Messung körperlicher Aktivität in einer sechsten Gymnasialklasse führten zur einer Fortführung des Projektes im Schuljahr 2006/2007 [2].

Material und Methoden: Im Rahmen von cyberMarathon wird vom 02.09.2006 bis 19.07.2007 eine randomisierte Studie an der Albert-Einstein-Schule (Kooperativen Gesamtschule) Laatzen/Hannover durchgeführt. Die Ziele der Studie sind dabei die Untersuchungen, ob zusätzliche Sporteinheiten in der Schule sowie der Einsatz von Sensoren und sensorbasierten Informationssystemen Auswirkungen auf die alltägliche Aktivität und den Gesundheitszustand von Jugendlichen im Alter von 12-14 Jahren haben. Die Auswahlgrundgesamtheit der Studie bezieht sich auf Schülerinnen und Schüler aus dem 6. Jahrgang und betrug am 01.09.2006 215 Schülerinnen und Schüler. Die Studie wird interindividuell an vier Gruppen (Sensorgruppe mit Sport, Sensorgruppe ohne Sport, Sportgruppe ohne Sensor und Kontrollgruppe) durchgeführt.

Ergebnisse: Zur Hälfte der Studie im März 2007 lassen sich Effekte bei den Jugendlichen feststellen, die Sensoren tragen und am Sportunterricht teilnehmen. Um die Signifikanz der Intervention zu überprüfen, müssen die endgültigen Studienergebnisse abgewartet werden. Die Zwischenergebnisse der Studie werden vorgestellt und präsentiert.

Diskussion/ Schlussfolgerungen: Die Studie zeigt bisher, dass sich Jugendliche gerne mit Ihrem Körper auseinandersetzen, wenn Ihnen die Möglichkeit gegeben wird Erfolge und Misserfolge nicht nur in Form von Gewichtsveränderungen wahrzunehmen. Die Nutzung von Sensortechnologien ermöglicht eine Transparenz des eigenen Körpers, wie Sie Jugendlichen bisher nicht zur Verfügung steht. Da durch Sensoren eine objektive Vergleichbarkeit von Daten zwischen einzelnen Jugendlichen ermöglicht wird, ergeben sich auch neue Motivationsformen für Jugendliche. Die eingesetzten Techniken zur Erfassung körperlicher Aktivität werden sehr positiv aufgenommen und von den Jugendlichen zum Selbstmanagement eingesetzt.


Literatur

1.
Ebbeling CB et al. Childhood obesity: public health crisis, common sense cure. Lancet 2002; 360:473-482.
2.
Plischke M, Marschollek M, Wolf KH, Haux R, Tegtbur U. cyberMarathon – Können sensorbasierte Informationssysteme Schulkinder zu mehr Bewegung motivieren? Tagungsband der 51. Jahrestagung der GMDS 2006, 282-283.