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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Der Case Management Assistant (CMA): eine Software zur Unterstützung der Case Management Betreuung am Beispiel der Begleitstelle mammaNetz für brustkrebserkrankte Frauen

Meeting Abstract

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  • Jessica Nymann - beta Institut gemeinnütziges Institut für angewandtes Gesundheitsmanagement, Entwicklung und Forschung in der Sozialmedizin, Augsburg
  • Dominik Böhnlein - Universität Augsburg, Augsburg
  • Axel Tuma - Universität Augsburg, Augsburg
  • Andrea Thorenz - beta Institut, Augsburg

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds297

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds297.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Nymann et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Eine Methode zur Förderung der Integration des Behandlungsprozesses sowie zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerung stellt das Konzept des Case Management (CMA) dar. Seit 2003 besteht die durch das beta Institut aufgebaute Begleitstelle mammaNetz, die das Konzept des CM realisiert und ein Netz von bisher 200 Leistungserbringern aufbaute. Das mammaNetz wird von 23 Krankenkassen (IV) finanziert. Der CMA wurde entwickelt, um den Case Management Prozess für jede Patientin zu dokumentieren und gleichzeitig eine Optimierung der Abläufe während des Patientenpfades von der Diagnose bis zur Nachsorge sicherzustellen.

Methoden: Um den Verlauf der Behandlung und den Fortschritt des Case Management Prozesses für jede Patientin darstellen zu können, wurde die Software Case Management Assistant (CMA) durch das beta Institut in Zusammenarbeit mit der der Universität Augsburg entwickelt. Grundlage dieses Programms bildet eine Datenbank, auf der sämtliche Patientendaten und Netzwerkpartner, die im Verlaufe der CM-Betreuung eingepflegt werden gespeichert werden. Mit Hilfe dieser Software kann für jeden einzelnen Patienten eine elektronische Akte erstellt werden, in der alle für ihn relevanten Behandlungsschritte und Interventionen, welche für die CM-Begleitung wichtig sind, erfasst und dokumentiert werden. So ist es für die Case Managerinnen möglich, stets die jeweils nächsten anstehenden Termine und Interventionen im Überblick zu behalten und damit eine genaue Planung einzuhalten. Unterstützend dazu werden die bereits durchlaufenen Behandlungsschritte in einer Übersicht mittels Symbolen, die an einem Zeitstrahl angeordnet sind, visuell dargestellt. Zudem verfügt der CMA über die Möglichkeit, statistische Abfragen aus den gespeicherten Daten zu generieren.

Ergebnisse: Der Einsatz des CMA erleichtert die Arbeit der Case Managerinnen. Aufwändige Papierdokumentation entfällt - eine bessere und schnellere Übersicht über Patienten und Netzwerkpartner ist gewährleistet. Die statistischen Abfragen ermöglichen den Einsatz des CM Assistant als Instrument zur Qualitätssicherung und Prozessoptimierung.

Schlußfolgerung: Der CMA ist eine Software, die aufgrund ihres umfangreichen Leistungsspektrums für andere Indikationen angepasst werden kann, was derzeit für das Krankheitsbild Schlaganfall geschieht.