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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

PACE-PAD-Studie (patient care evaluation-peripheral arterial disease): Versorgungsforschungsstudie zur peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK)

Meeting Abstract

  • Anja Neumann - Universität Duisburg-Essen, Fachbereich WiWi, Essen
  • Holger Pfaff - Zentrum für Versorgungsforschung, Universität zu Köln, Köln
  • Franz Hessel - Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin
  • Rebecca Deppisch - Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Medizinmanagement, Essen
  • Gerald Lux - Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Medizinmanagement, Essen
  • Elke Driller - Zentrum für Versorgungsforschung, Universität zu Köln, Köln
  • Ekkehard von Pritzbuer - Gemeinsamer Bundesausschuss, Berlin
  • Oliver Ommen - Zentrum für Versorgungsforschung, Universität zu Köln, Köln
  • Jürgen Wasem - Lehrstuhl für Medizinmanagement, Universität Duisburg-Essen, Essen

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds288

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds288.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Neumann et al.
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Gliederung

Text

Einleitung/Hintergrund: Die PAVK als eine Manifestation der Arteriosklerose hat eine hohe Bedeutung als Risikomarker für kardio- bzw. zerebrovaskuläre Komplikationen. PAVK-Patienten sterben in der Regel nicht an der lokalen Problematik, sondern am Schlaganfall oder Herzinfarkt. Die kardiovaskuläre Mortalität von PAVK-Patienten stellt sich in epidemiologischen Studien um das ca. 2-5-fache erhöht dar. Das Ziel der PACE-PAD-Studie ist die Evaluation der Versorgungssituation von Patienten mit PAVK-Verdacht in der hausärztlichen Praxis.

Methode: Bei der PACE-PAD-Studie handelt es sich um eine beobachtende, zweiarmige, randomisierte Studie der Versorgungsforschung. Die Studienarme unterscheiden sich in ihren Einschlusskriterien. Jeder teilnehmende Arzt sollte die Diagnostik und Therapie für 5 Patienten mit PAVK-Verdacht dokumentieren.

Ergebnisse: In der Baseline wurden insgesamt 12.052 Patienten mit PAVK-Verdacht eingeschlossen; davon in der Risikofaktoren-Gruppe 9.921 und in der Claudicatio-Gruppe 2.131 Patienten. Der PAVK-Verdacht hat sich in der Risikofaktoren-Gruppe bei 44,6% (4.423 Patienten) und in der Claudicatio-Gruppe bei 80,1% der Patienten (1.706 Patienten) bestätigt. In der Studienpopulation überwiegen männliche Patienten – 67,5% (RFG) bzw. 63,9% (CG). Das Alter der eingeschlossenen Patienten liegt im Mittel bei ca. 68,4 Jahren (RFG) bzw. 66,6 Jahren (CG). Aktuelle PAVK-typische Beschwerden zum Zeitpunkt der Erstuntersuchung wiesen 46,1% aller Patienten der Risikofaktoren-Gruppe und 98,7% der Patienten in der Claudicatio-Gruppe auf. Der Anteil der Raucher liegt bei 44,4% (RFG) bzw. bei 44,6% (CG). Einen Diabetes haben 60,6% (RFG) und 41,7% (CG). Eine Hypertonie weisen 78,1% (RFG) bzw. 73,2% (CG) der Patienten auf. Eine bekannte Hypercholesterinämie haben 70,6% (RFG) bzw. 64,6% (CG) der Patienten.

Diskussion/Schlussfolgerungen: Die ersten Untersuchungsergebnisse der Baseline weisen darauf hin, dass ein Patientenkollektiv mit einem hohen Risikoprofil in die PACE-PAD-Studie eingeschlossen wurde. Im Rahmen weiterer Analysen wird über einen Zeitraum von 18 Monaten die Versorgungssituation von Patienten mit PAVK in den verschiedenen Erkrankungsstadien abgebildet, um den aktuellen Stand in der Versorgung aufzuzeigen und ggf. auf dieser Grundlage Strategien zur Optimierung zu entwickeln.