gms | German Medical Science

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Wie bedeutsam ist die berufliche Tätigkeit für das Risiko der Frühberentung wegen Dorsopathie. Befunde aus einer Analyse der Daten des FDZ-RV „VVL mit Diagnosen“ 2004

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • Ulrich Mueller - Philipps-Universität, Marburg
  • Maria Weske - Philipps-Universität, Marburg

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds276

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds276.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Mueller et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Chronische Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten chronischen Beschwerden überhaupt. Es stellt sich nun die Frage, ob in bestimmten Berufe, die mit einem erhöhten Risiko für Rückenbeschwerden einhergehen, auch das Risiko der Frühberentung grösser ist. Grundsätzlich gibt es bei nachgewiesenen erhöhten Risiko bei bestimmten Berufen aber immer noch verschiedene Möglichkeiten seines Zustandekommens. Es könnte ein echter Kausationseffekt sein: in bestimmten Berufen erzeugen die Arbeitsbedingungen Dorsopathien häufiger. Es könnte sich aber auch um Manifestationseffekt handeln: In bestimmten Berufen führen die Arbeitsbedingungen bei Menschen mit einer Disposition zu Dorsopathien häufiger zu einer vorzeitigen Berentung, obwohl diese Disposition sich rein altersbedingt – nicht aber berufsbedingt manifestiert. Eine Unterscheidung zwischen den beiden Fällen – Kausation oder Manifestation – wäre möglich durch die Untersuchung des Alters von Frühberentungen wegen Dorsopathien in solchen Berufen. Treten diese dort nicht nur häufiger, sondern auch früher auf, spräche dies für einen echten Kausationseffekt. Treten sie zwar häufiger, aber nicht früher auf als in anderen Berufen, spräche dies für einen Manifestationseffekt. Anhand von Quertschnittsdaten des FDZ-RV „Rentenzugang mit Diagnosen 2003“ konnten wir Hinweise für einen Manifestationseffekt publizieren. Wir berichten hier über noch unveröffentliche Befunde anhand der Längsschnittsdaten des FDZ-RV „Vollendete Versicherungsleben mit Diagnosen 2004“ , die die früheren Befunde untermauern.


Literatur

1.
Mueller UO, Weske M (2007): Wie bedeutsam ist die berufliche Tätigkeit, wegen Dorsopathie vorzeitig berentet zu werden. Befunde aus einer Analyse mit dem FDZ-RV Datensatz Erwerbsminderung und Diagnosen 2003. Deutsche Rentenversicherung Bund (ed.) Erfahrungen und Perspektiven. Bericht vom dritten Workshop des Forschungsdatenzentrum der rentenversicherung (FDZ-RV) vom 26. bis 28. Juni 2006 in Bensheim. S. 225-237