gms | German Medical Science

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Von guten Beispielen zu guter Praxis? Good Practice als Element der Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • Holger Kilian - Gesundheit Berlin e.V., Berlin
  • Sven Brandes - Gesundheit Berlin e.V., Berlin
  • Frank Lehmann - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds194

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds194.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Kilian et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Eine systematische Qualitätsentwicklung der Gesundheitsförderung steht noch weitgehend am Anfang. Insbesondere die oftmals eng begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen erfordern Ansätze, die den Praxisanbietern fachlich fundierte Informationen, Anregungen und Instrumente zur Verbesserung ihrer Praxis an die Hand geben. „Good Practice“ versteht sich als ein solcher Ansatz: Anschauliche gute Beispiele sollen Praxisanbieter zur (angepassten) Übernahme erfolgreicher Interventionsansätze motivieren und damit ein Beitrag zur Verbesserung der Angebotsqualität leisten.

Im Rahmen des von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) initiierten bundesweiten Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ der Good Practice-Ansatz in der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung erprobt. Auf der Grundlage eines Kriterienkataloges und eines standardisierten Auswahlverfahrens identifizieren und beschreiben Kooperationspartner in den Bundesländern Good Practice-Beispiele, die im Rahmen von Publikationen, Veranstaltungen und auf der Internet-Plattform www.gesundheitliche-chancengleichheit.de vorgestellt werden. Der Prozess wird durch den beratenden Arbeitskreis des Kooperationsverbundes begleitet, in dem Vertreter/innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis vertreten sind.

In Form eines Werkstattberichtes präsentiert der Beitrag Erfahrungen mit der Umsetzung des Good Practice-Ansatzes und stellt Entwicklungsperspektiven zur Diskussion. Die Erfahrungen aus zwei Jahren der Umsetzung fließen ebenso in die Darstellung ein wie erste Ergebnisse des BMBF-geförderten Präventionsforschungsprojektes „Partizipative Entwicklung der Qualitätssicherung und Evaluation in der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“. Im Rahmen dieses von Gesundheit Berlin und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) durchgeführten Forschungsprojektes wird u.a. gemeinsam mit Praxisanbietern der Ansatz im Hinblick auf seine Praxisrelevanz reflektiert. Die Ergebnisse dieses partizipativen Forschungsprozesses werden wichtige Erkenntnisse nicht nur für die Weiterentwicklung des Good Practice-Prozesses erbringen, sondern auch für die Gestaltung verwandter zielgruppenorientierter Ansätze, z.B. die Umsetzung und Kommunikation von Wettbewerben.


Literatur

1.
BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung). Kriterien guter Praxis in der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten, Ansatz – Beispiele – Weiterführende Informationen. 2. erweiterte Auflage. Gesundheitsförderung Konkret 5. Köln: BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung); 2006.