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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Regionale Unterschiede in der Häufigkeit von Übergewicht in NRW – Auswertung der Zusatzauswertung zum Mikrozensus 2005

Meeting Abstract

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  • Wolfgang Hellmeier - Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW, Bielefeld
  • Rolf Annuss - Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW, Bielefeld

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds146

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds146.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Hellmeier et al.
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Gliederung

Text

Der Mikrozensus 2005 hat erstmalig auch die Zusatzfragen zur Gesundheit in einer 1%-Stichprobe erfragt. Dadurch sind feinere Analysen möglich, insbesondere ein Vergleich der Kreise und kreisfreien Städte in NRW.

Übergewicht ist ein wesentlicher Risikofaktor für unterschiedliche Erkrankungen und nimmt in Deutschland und auch in NRW weiter zu. Um Risikofaktoren für Übergewicht besser zu erkennen und Präventionsmaßnahmen gezielt entwickeln und einsetzen zu können, soll die Streubreite der Anteile übergewichtiger Personen in den Kreisen und kreisfreien Städten in NRW und eine mögliche Assoziation mit der gesundheitlichen Situation dargestellt werden.

Die Anteile übergewichtiger Personen ab 18 Jahren – gemessen am Body Mass Index (BMI) werden für mehrere BMI-Kategorien (Übergewichtig = BMI > 25 für Männer und BMI > 24 für Frauen; adipös= BMI > 30) verglichen. Assoziationen zur Lebenserwartung werden berechnet.

In NRW sind 57 % der Männer und 52 % der Frauen übergewichtig. 14% der Männer und 12 % der Frauen sind adipös. Unter den Personen ab 56 Jahren steigen die Anteile der Übergewichtigen und Adipösen, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen werden kleiner. In dieser Gruppe sind 69 % der Männer und 64 % der Frauen übergewichtig und 19 bzw. 17 % adipös.

Die Spannweite zwischen den Kreisen und kreisfreien Städten beträgt für beide Geschlechter für Übergewicht knapp 20 Prozentpunkte und für Anteile Adipöser um 10 Prozentpunkte. Die Korrelationskoeffizienten für Übergewicht bei Männern und Frauen lagen bei 0,7. Assoziationen zwischen den Anteilen Übergewichtiger bzw. Adipöser und der Lebenserwartung konnten auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte nicht gefunden werden.

Die kleinsten Anteile Übergewichtiger fanden sich in Münster und Aachen, die höchsten in Oberhausen und Bottrop.

Die Anteile Übergewichtiger und Adipöser schwanken zwischen den Kreisen und kreisfreien Städten beträchtlich. Die Kenntnis der Orte mit den höchsten Anteilen kann in Verbindung mit anderen Datenquellen dazu benutzt werden, Zusammenhänge zur Häufigkeit bestimmter Erkrankungen zu untersuchen und gezielt Präventionsprogramme zu starten.