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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Fehler im Rettungsdienst – eine retrospektive Analyse

Meeting Abstract

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  • Katja Götz - Universität Regensburg, Regensburg

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds118

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds118.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Götz.
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Gliederung

Text

Hintergrund/Ziele und Forschungsfragen: Ein bisher von der Forschung vernachlässigter Bereich ist die Analyse von Fehlern im Rettungswesen. Die Notfallversorgung von Patienten außerhalb der ambulanten oder stationären Versorgung stellt eine hohe Herausforderung an die zum Einsatz kommenden Berufsgruppen. Solche Notsituationen können als Resultat die Gefährdung der Gesundheit des Patienten haben. Im Mittelpunkt unserer Untersuchung steht die Frage, wie es zu Zwischenfällen im Rettungswesen kommt.

Material und Methode: Die Stichprobe der laufenden Untersuchung setzt sich aus dem Rettungsdienstpersonal und den Notärzten, die im Raum Bayern tätig sind, zusammen. Die Erhebung der Daten erfolgt noch bis Anfang April 2007. Mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens werden u.a. die Zwischenfälle, deren mögliche Gründe, die entstandenen Konsequenzen für die Patienten und für die eigene Berufsausübung erfasst.

Erwartbare Ergebnisse: Wer Fehler vermeiden möchte, muss die Ursachen für ihr Entstehen erkennen, denn nur aus Fehlern kann man lernen. Bereits jetzt, nach erster Sichtung der Daten, zeigt sich, dass vor allem die fehlende Kooperation zwischen den Berufsgruppen, die teilweise mangelhafte technische Ausstattung und fehlende fachliche Kompetenzen einiger Beteiligter als Mitverantwortlich für die auftretenden kritischen Ereignisse gemacht werden können. Häufig wird außerdem darauf hingewiesen, dass eine Nachbesprechung der am Zwischenfall Beteiligten nicht möglich ist und das die bereits existierenden Qualitätssicherungsmaßnahmen verbesserungswürdig sind.

Schlussfolgerungen und Diskussionen: Durch die scharfe Fokussierung auf das Problem „Zwischenfälle“ zielt diese Studie auf eine effektivere und effizientere Qualitätssicherung im Rettungswesen ab. Vordergründig richtet sich dabei das Interesse auf die Integrierung eines Fehlermanagements im Rettungswesen, dass von den Beteiligten auch wahrgenommen und genutzt wird. Außerdem besteht die dringliche Aufgabe darin, eine bessere Vernetzung zwischen den Berufsgruppen zu etablieren.