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51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (gmds)

10. - 14.09.2006, Leipzig

Online-unterstützte Versorgung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen

Meeting Abstract

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  • Elmar Habermeyer - Klinik für Psychiatrie u. Psychotherapie Universität Rostock, Rostock
  • Viola Habermeyer - Klinik für Psychiatrie u. Psychotherapie Universität Rostock, Rostock
  • Karl Jähn - Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften (IMG) Universität Bayreuth, Bayreuth

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (gmds). 51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. Leipzig, 10.-14.09.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gmds024

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2006/06gmds287.shtml

Veröffentlicht: 1. September 2006

© 2006 Habermeyer et al.
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Gliederung

Text

Wie für fast alle psychischen Erkrankungen gibt es auch für Persönlichkeitsstörungen (hier vor allem die Borderline-Persönlichkeitsstörungen) Webforen, in denen Patienten über ihre Probleme kommunizieren. Diese zumeist nicht therapeutengeleiteten Communities dienen in erster Linie dem informations- und Erfahrungsaustausch unter den Betroffenen selbst. Mit Unterstützung durch das SALUS INSTITUT für TRENDFORSCHUNG UND THERAPIEEVALUATION in Mental Health Magdeburg und in Kooperation mit der Arbeitsgruppe e-Health und Health Communication des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften (IMG) der Universität Bayreuth betreibt die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Rostock seit 2005 ein ärztlich moderiertes Diskussionsforum für Internet-Nutzer mit Persönlichkeitsstörungen (vgl. http://www.medizin-psychotherapie.de). Die ärztliche Moderation in diesen Foren kann nur allgemeingültige Informationen beinhalten und stellt keinen Ersatz einer persönlichen Arzt-Patient-Interaktion dar. Dennoch hat sich innerhalb der Projektlaufzeit eine hohe Nutzerbindung mit intensiver Kommunikation zu den Moderatoren gezeigt. Im Vergleich zu den bisherigen von der Arbeitsgruppe e-Halth und Health Communication beobachteten ärztlich moderierten Webforen erscheint der Anteil der aktiven Nutzer („e-Patients“) zu denen der passiven Nutzer („Health Seekern“) deutlich höher. Die ärztliche Moderation wird von den Nutzern als hilfreich erlebt. Das Forum, initial als Mittel der Psychoedukation konzipiert, entwickelt sich deutlich in Richtung einer therapeutischen Hilfestellung. Der Vortrag stellt das Projekt und Daten zu den Nutzern bzw. deren Nutzerverhalten im Forum vor. Anhand der erhobenen Daten werden Chancen aber auch Risiken der indikationsspezifischen Internet-gestützten Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Arzt und Patient beleuchtet.