gms | German Medical Science

50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds)
12. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Epidemiologie (dae)

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie
Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Epidemiologie

12. bis 15.09.2005, Freiburg im Breisgau

Perzentile und SDS für Herz-Lungenleistungsparameter ermittelt mit Hilfe der LMS-Methode

Meeting Abstract

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  • Brigitte Peters - Universität Magdeburg, Magdeburg
  • Stefan Bernitzki - Herz-und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen
  • W. Baden - Kinderheilkunde II, Universitätsklinik Tübingen
  • Otto Dubowy - Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Epidemiologie. 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds), 12. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Epidemiologie. Freiburg im Breisgau, 12.-15.09.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05gmds241

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2005/05gmds091.shtml

Veröffentlicht: 8. September 2005

© 2005 Peters et al.
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Gliederung

Text

Einleitung und Fragestellung

Die Spiroergometrie ist die Methode zur nichtinvasiven Bestimmung der kardiopulmonalen Leistungsparameter. Für viele dieser Parameter gibt es international noch keine Perzentile. Im Rahmen des Kompetenznetzes für angeborene Herzfehler werden fünf Hauptprojekte vom Bundesministerium für Forschung gefördert. Zur Beurteilung der Schwere der angeborenen Herzfehler und der Leistungsfähigkeit der Patienten werden spiroergometrische Belastungsuntersuchungen in allen Projekten vorgenommen.

Die ermittelten Leistungsparameter der Patienten können aber nur optimal begutachtet werden, wenn sie mit Parametern gesunder Probanden verglichen werden. Die Berechnung der Perzentile ist als wichtige Vorarbeit für die Analysen im Kompetenznetz einzustufen.

Material und Methoden

Berechnungsgrundlage sind die Leistungsparameter von 485 weiblichen und 581 männlichen Probanden im Alter von 5 bis 70 Jahren.

Die Daten wurden überwiegend in der Klinik für angeborene Herzfehler in Bad Oeynhausen und auch in der Kinderklinik Tübingen auf dem Laufband ermittelt. Die Messungen wurden an 3 Zeitpunkten in Ruhe vor der Belastung, näherungsweise an der anaeroben Schwelle und zwei Minuten nach Belastungsabbruch bzw. unmittelbar im Anschluss an die Belastung ermittelt. Es wurden Parameter der Spirometrie, der Ventilation und Herzfunktion, der Blutgasanalyse und Lactat gemessen. Insgesamt wurden einundsechzig verschiedene Parameter an den drei Zeitpunkten für die Berechnung der Perzentile bereit gestellt.

Die LMS- Methode wurde von Cole [1] entwickelt. Sie basiert auf den drei Parametern L Box-cox-power-Tranformation, M Median und S Variationskoeffizient. Die Funktionen der drei Parameter beschreiben die Verteilung der zu beurteilenden Variablen über die unabhängige Variable, in unseren Berechnungen das Alter. Über Variation der zu erwartenden Anzahl an Freiheitsgrade edf werden die Funktionen von L, M und S optimiert und geglättet. Die Güte kann dabei über Q-Q-Plots beurteilt werden. L, M, S und die Z-Werte der Standardnormalverteilung sind die Basis der Perzentilberechnungen. L, M und S werden außerdem alterspezifisch berechnet. Sie sind Ausgangspunkt für die zukünftigen SDS-Berechnungen für die Patienten.

Ergebnisse

Es wurden für einundsechzig Parameter an jeweils 3 verschiedenen Zeitpunkten getrennt nach Geschlecht Perzentilkurven ermittelt. Außerdem wurden für jeden Parameter Tabellen mit den L, M und S- Werten pro Altersstufe erstellt.


Literatur

1.
Cole T J, Green P J. Smoothing reference centile curves: The LMS Method and penalized likelihood. In: Statistics in medicine, 1992 11: 1305-1319
2.
Wühl E, Witte K, Soergel M, Mehls O, Schaefer F. Distributation of 24-h ambulatory blood pressure in children: normalized reference values and role of body dimensions. In: Journal of Hypertension, 2002 20: 1995-2007
3.
Kromeyer-Hauschild K, Wabitsch M, Kunze D, Geller F, Geiß H C, Hesse A, von Hippel A, Jaeger U, Johnsen D, Korte W, Müller G, Müller J M, Niemann- Pilatus A, Remer T, Schaefer F, Wittchen H-U, Zabransky S, Zellner K, Ziegler A, Hebebrand J. Perzentile für den Body-mass- Index für Kindes- und Jugendalter unter Heranziehung verschiedener deutscher Stichproben. In Monatsschrift Kinderheilkunde, 2001 149: 807-818