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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Etablierung evidenzbasierter Weiterbildung in der Notfallmedizin: Der "Notarzt-Kurs“ nach dem Aachener Modell

Vortrag

  • corresponding author Stefan Beckers - RWTH Aachen, Medizinische Fakultät, Aachener Interdisziplinäres Trainingszentrum für medizinische Ausbildung (AIXTRA), Skillslab, Aachen, Deutschland
  • Jörg Brokmann - RWTH AAchen, Universitätsklinikum Aachen, Interdisziplinäre Notaufnahme, Aachen, Deutschland
  • Ralf Bischoni - Malteser Rettungsdienst-Schule, Standort Aachen, Deutschland
  • Carola Merckling - RWTH Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Anästhesiologie, Aachen, Deutschland
  • Sasa Sopka - RWTH Aachen, Medizinische Fakultät, Aachener Interdisziplinäres Trainingszentrum für medizinische Ausbildung (AIXTRA), Skillslab, Aachen, Deutschland
  • Rolf Rossaint - RWTH Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Anästhesiologie, Aachen, Deutschland
  • Stefan Beckers - Stadt Aachen, Berufsfeuerwehr Aachen, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, Aachen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocV609

doi: 10.3205/12gma242, urn:nbn:de:0183-12gma2421

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Beckers et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Die Qualifizierung für eine Tätigkeit im "Notarztdienst“ ist von den zuständigen Landesärztekammern unterschiedlich geregelt, insbesondere die Regelungen bezüglich der Ableistung entsprechender Einsätze betreffend. In jedem Fall ist der Besuch eines 80 h-Kurs zum Erwerb des "Fachkundenachweises Rettungsdienst“ erforderlich. Hierfür existiert eine Vielzahl an Kursangeboten, in denen strukturierte und zielgerichtete Versorgungskonzepte sowie kompetenz-orientierter Unterricht mit adäquater Lernziel-Kontrolle nicht integriert sind.

Methoden: Ziel war es evidenz-basierte Inhalte, bei denen Nutzen verschiedener Einzelmaßnahmen nachgewiesen wurde, in den 80h-Kurs "Rettungsdienst“ zu integrieren. Hierbei sollte praxis-orientierter Unterricht in Kleingruppen sowie eine kompetenz-basierte Lernziel-Kontrolle ermöglicht werden.

Ergebnis: Es wurde ein Curriculum erarbeitet, das die Implementierung eines zertifizierenden Kurses des European Resuscitation Council (ERC) zum Advanced Life Support (ALS)-Provider einschließlich der erforderlichen Prüfungsregularien in das Musterkursbuch Notfallmedizin der BÄK beinhaltet. Seit 2005 nahmen inzwischen insgesamt 145 Ärzte (61%) und 92 Ärztinnen (39%) an diesem Kursformat teil. Eine Zertifizierung als ERC ALS-Provider erhielten dabei 229 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (97%).

Schlussfolgerung: Die Auswertung der Kurs-Evaluation bestätigt die Akzeptanz des entwickelten Kurskonzeptes. Zudem demonstrieren die Ergebnisse der praktischen Lernziel-Kontrolle, das eine Integration evidenz-basierter Inhalte einschließlich Überprüfung möglich ist. In der Zukunft sollten weitere evidenz-basierte Themen in den Kurs integriert werden.