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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

"RDPeuregional – Grenzen überschreiten“ Eine Zusammenarbeit des Arbeitskreis Notfallmedizin der Fachschaft Medizin an der RWTH Aachen, dem Gemeentelijke Gezondheidsdienst Zuid Limburg (NL), des Aachener Skillslab AIXTRA und der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Aachen

Vortrag

  • corresponding author Philipp Föhr - RWTH Aachen, Fachschaft Medizin, Arbeitskreis Notfallmedizin (AKN), Aachen, Deutschland; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Skillslab der Medizinischen Fakultät, AIXTRA – Das Aachener interdisziplinäre Trainingszentrum für medizinische Ausbildung, Aachen, Deutschland; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Anästhesilogie, Bereich Notfallmedizin, Aachen, Deutschland
  • Matthias Irrgang - RWTH Aachen, Fachschaft Medizin, Arbeitskreis Notfallmedizin (AKN), Aachen, Deutschland; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Skillslab der Medizinischen Fakultät, AIXTRA – Das Aachener interdisziplinäre Trainingszentrum für medizinische Ausbildung, Aachen, Deutschland
  • Matthieu Ott - RWTH Aachen, Fachschaft Medizin, Arbeitskreis Notfallmedizin (AKN), Aachen, Deutschland; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Skillslab der Medizinischen Fakultät, AIXTRA – Das Aachener interdisziplinäre Trainingszentrum für medizinische Ausbildung, Aachen, Deutschland; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Anästhesilogie, Bereich Notfallmedizin, Aachen, Deutschland
  • Sebastian Borel - RWTH Aachen, Fachschaft Medizin, Arbeitskreis Notfallmedizin (AKN), Aachen, Deutschland
  • Andreas Humbs - RWTH Aachen, Fachschaft Medizin, Arbeitskreis Notfallmedizin (AKN), Aachen, Deutschland
  • Clemens Conrad - RWTH Aachen, Fachschaft Medizin, Arbeitskreis Notfallmedizin (AKN), Aachen, Deutschland; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Anästhesilogie, Bereich Notfallmedizin, Aachen, Deutschland
  • Marius Jacob - RWTH Aachen, Fachschaft Medizin, Arbeitskreis Notfallmedizin (AKN), Aachen, Deutschland; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Skillslab der Medizinischen Fakultät, AIXTRA – Das Aachener interdisziplinäre Trainingszentrum für medizinische Ausbildung, Aachen, Deutschland
  • Carina Lips - RWTH Aachen, Fachschaft Medizin, Arbeitskreis Notfallmedizin (AKN), Aachen, Deutschland
  • Annika Galas - RWTH Aachen, Fachschaft Medizin, Arbeitskreis Notfallmedizin (AKN), Aachen, Deutschland
  • Thomas Luft - Ambulanceverpleegkundige, Gemeentelijke Gezondheidsdienst (GGD) Zuid Limburg, Heerlen, Niederlande
  • Stefan Beckers - Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Skillslab der Medizinischen Fakultät, AIXTRA – Das Aachener interdisziplinäre Trainingszentrum für medizinische Ausbildung, Aachen, Deutschland; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Anästhesilogie, Bereich Notfallmedizin, Aachen, Deutschland; Rettungsdienst der Stadt Aachen, Ärztlicher Leiter, Aachen, Deutschland
  • Sasa Sopka - Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Skillslab der Medizinischen Fakultät, AIXTRA – Das Aachener interdisziplinäre Trainingszentrum für medizinische Ausbildung, Aachen, Deutschland; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Anästhesilogie, Bereich Notfallmedizin, Aachen, Deutschland
  • Henning Biermann - Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Skillslab der Medizinischen Fakultät, AIXTRA – Das Aachener interdisziplinäre Trainingszentrum für medizinische Ausbildung, Aachen, Deutschland; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Anästhesilogie, Bereich Notfallmedizin, Aachen, Deutschland
  • Jörg Brokmann - Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Anästhesilogie, Bereich Notfallmedizin, Aachen, Deutschland; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsklinikum Aachen, Leiter der Notaufnahme, Aachen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocV596

doi: 10.3205/12gma229, urn:nbn:de:0183-12gma2296

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Föhr et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Das notfallmedizinische Lehrkonzept des AACHENER MODELLSTUDIENGANGS MEDIZIN beginnt mit den "Einführungswochen für Erstsemester“ [BECKERS et al., 2004] und setzt sich mit organsystembezogenen Vorlesungen und dem Blockpraktikum Notfallmedizin im achten bzw. neunten Semester fort.

Seit 2008 wird es zusätzlich durch das Rettungsdienstpraktikum (RDP) für Medizinstudierende an der RWTH Aachen auf einem Rettungswagen der StädteRegion Aachen ergänzt. Dieses fakultative 48-stündige Praktikum wird durch den studentischen Arbeitskreis Notfallmedizin der Fachschaft Medizin in Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesiologie und dem Aachener interdisziplinären Trainingszentrum für medizinische Ausbildung (AIXTRA) organisiert.

Im Sommersemester 2012 wird für 14 Absolventen des RDP ab dem siebten Semester oder Studierende mit einer Ausbildung zum Rettungssanitäter oder -assistenten das RDPeuregional angeboten. Dabei wird es den Teilnehmern ermöglicht, die Besatzung einer niederländischen Ambulance für zwei Acht-Stunden-Schichten zu begleiten.

Unter Berücksichtigung der besonderen geographischen Situation der Provinz Zuid Limburg und der daraus resultierenden Herausforderungen an das niederländische Rettungswesen wurde eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Rettungsdienste beschlossen. So werden die grenznahen Gebiete sowohl durch den Rettungsdienst der Stadt Aachen als auch den Ambulance-Dienst des Gemeentelijke Gezondheidsdienst Zuid Limburg versorgt. Dadurch findet auch zunehmend eine intensive Zusammenarbeit der niederländischen und deutschen Rettungsdienstmitarbeiter im Einsatz statt. Das RDPeuregional möchte diese Zusammenarbeit fördern und vereinfachen, indem es bereits heute den zukünftigen Ärzten der StädteRegion Aachen einen Einblick in das präklinische Notfallkonzept unseres euregionalen Nachbarn ermöglicht.

Zudem sollen die Praktikanten die Unterschiede der präklinischen Vorgehensweisen der beiden Länder kennen lernen und die Vor- und Nachteile beider Konzepte vergleichen können.

Methodik: Um die Teilnehmer des Praktikums auf diese „Völkerverständigung“ bestmöglich vorzubereiten, werden das RDP und der damit verbundene Einführungskurs vorausgesetzt. Dieser beinhaltet die praktischen Module „Basic Life Support“ nach den Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) sowie Immobilisationstechniken des Pre Hospital Trauma Life Support® (PHTLS®).

Zur praktischen Vorbereitung für das RDPeuregional werden zusätzlich erweiterte Maßnahmen in der Reanimation (Advanced Life Support nach ERC) und der Traumaversorgung (PHTLS®) vermittelt. Eine halbtägige Exkursion zum GGD Zuid Limburg nach Heerlen, die von einem deutschstämmigen "Ambulanceverpleegkundige“ organisiert und durchgeführt wird, dient dem Kennenlernen der dortigen Wache, der Fahrzeuge und ihrer Besatzungen sowie der Dienstabläufe und der einzelnen Aufgabenbereiche.

Die Unterrichtseinheiten werden durch praxiserfahrene und zertifizierte Mitglieder des AKN abgehalten, welche auch gleichzeitig die Leitung der entsprechenden Kurse im AIXTRA übernehmen. Material und Räumlichkeiten werden ebenfalls vom AIXTRA gestellt.

Zur vertiefenden Auseinandersetzung mit den Praktikumsinhalten und den niederländischen Besonderheiten in der präklinischen Versorgung dient ein eigens entwickeltes Skript.

Um den Studierenden die Möglichkeit zur Reflektion und Aufarbeitung erlebter Einsätze zu bieten, findet am Ende ein strukturiertes Abschlussgespräch statt.

Ergebnisse: Das RDPeuregional wird als Wahlpflichtveranstaltung im Rahmen des Modellstudiengangs angeboten,alle Teilabschnitte sind Pflichtveranstaltungen und werden durch die Teilnehmer evaluiert, um unter anderem den Stellenwert dieses Projektes zu bestätigen. Wegen des erst vor kurzem begonnenen Projekts ist eine umfangreiche Evaluation bisher noch nicht möglich gewesen. Allerdings werden die bislang durchweg positiven Rückmeldungen der Teilnehmer bis zur GMA Tagung auch statistisch ausgewertet sein.

Schlussfolgerung: Als konsequente Fortführung des Gedankens des RDP stieß die Ankündigung des RDPeuregional in der Zielgruppe bisher auf außerordentlich positives Feedback. Das Praktikum wird dabei als Chance gesehen, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Euregio auszubauen und die zertifizierte leitliniengerechte Versorgung von Notfallpatienten in einem jahrelang etablierten System zu erfahren.

Ob das RDPeuregional an den Erfolg und die Pionierarbeit des ursprünglichen RDP anknüpfen kann, werden die kommenden Semester zeigen.