gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Einsatz von Social Media in einem PBL-Curriculum

Vortrag

Suche in Medline nach

  • corresponding author Banu Yürüker - Universität Bern, Medizinische Fakultät, Institut für Medizinische Lehre (IML), Bern, Schweiz

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocV616

doi: 10.3205/12gma227, urn:nbn:de:0183-12gma2271

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Yürüker.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

An der Medizinischen Fakultät in Bern finden in allen 3 Bachelorstudienjahren in regelmässiger Frequenz PBL-Tutorien in Gruppen von 8-10 Studierenden statt. Dies bedingt einen erheblichen Tutorenbedarf (ca. 250-280 Tutoren für 3 Jahre). Um diese Arbeit qualitativ und quantitativ bewältigen zu können wird ein neues Projekt in einem Pilotversuch gestartet, welches den Einsatz von “Social Media” überprüft. Die Kommunikationsumgebung wird über Smartphones und dem kostenlosen Whatsapp-System eingerichtet. Das Ziel dieser Applikation ist eine Bereicherung der PBL-Tutorien und der Einbezug der Tutoren in das Lernverhalten der Studierenden in der Selbststudiumphase. Der Tutor betreut eine klassisch arbeitende Tutoratsgruppe (Kontrollgruppe) und eine Versuchsgruppe, die über Whatsapp zusammenarbeitet. Der Tutor ist als Coach, Zuhörer und „Lernbegleiter“ tätig. Vorteile dieser Anwendung sind, die Ortsunabhängig- und Zeitunabhängigkeit einer lokal definierten Gruppe mit einem Tool, welches einfach zu gebrauchen ist und Informationen telematisch verfügbar macht. Dies alles ermöglicht dem Tutor zwei oder mehrere Gruppen zu begleiten. Der grosse Vorteil liegt aber vor allem darin, dass der Selbststudienteil eines PBL-Curriculums, welcher bis anhin eine „Blackbox“ ist und doch einen zentralen Anteil des Systems darstellt, mitverfolgt und aktiv gestaltet werden kann. Nachteile sind der Mangel an sozialer Präsenz und das eventuelle Ueberangebot von Informationen. Ausserdem kann der Strukturierungsgrad und die Ueberprüfung des Wissens einzelner Teilnehmer schwierig sein. Diese neue Kommunikationsumgebung ersetzt nicht die Kleingruppenarbeit, sondern ist ein neues Tool für das Einbringen neuer Aspekte in den PBL-Unterricht. Das System wird evaluiert, von den Studierenden und den Tutoren.

Kontrollgruppe (mehrteiliger Fall): 1.Teil, Lernziele erarbeiten, 2ter Teil per Mail geschickt, dann

Synthese im 2. Teil der Tutoratssitzung:

  • Keine Kommunikation mit dem Tutoren während des Selbststudiums

Versuchsgruppe: 1ter Teil Lernziele erarbeiten, Intervention am 2. Tag Tutor per Whatsapp durch Tutor mit Aufgabeneinleitung, 3. Teil Synthese in der Kleingruppe

  • Begleitung des Selbststudiums und Kommunikation mit der Gruppe