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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Das theoretische Rahmenwerk des Modellstudiengangs der Charité - Universitätsmedizin Berlin

Vortrag

  • corresponding author Jan Breckwoldt - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum, Berlin, Deutschland
  • Tanja Hitzblech - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum, Berlin, Deutschland
  • Asja Maaz - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum, Berlin, Deutschland
  • Christoph Röhr - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum, Berlin, Deutschland
  • Harm Peters - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum, Berlin, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocV538

doi: 10.3205/12gma169, urn:nbn:de:0183-12gma1691

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Breckwoldt et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Der Konzeption eines innovativen Curriculums der Humanmedizin sollte ein theoriegeleitetes Rahmenwerk zugrunde liegen. Dessen Grundzüge für den Modellstudiengang der Charité - Universitätsmedizin Berlin sollen hier vorgestellt werden.

Methode: In einem fakultätsweiten Delphi-Prozess wurden Leitkrankheiten definiert, von denen das pathophysiologische Verständnis und Therapieprinzipien als relevant für die Kompetenz “zur allgemeinen Weiterbildung befähigte/r Ärztin/Arzt” eingeschätzt wurde. Daraus wurde im Jahr 2006 von einer Arbeitsgruppe aus erfahrenen Mitgliedern des Lehrkörpers sowie Studierenden ein Rahmen-Curriculum erarbeitet. Die Basis bildeten die (Outcome-)Daten aus der empirischen Pilotphase des Reformstudiengangs der Charité (für 10% der Studierenden-Kohorte) und didaktische Konzepte der pädagogischen Psychologie, insbesondere in der medizinischen Ausbildung.

Ergebnisse: Das Rahmenwerk besteht aus zwei grundsätzlichen Domänen: edukativen Outcomes und edukativen Strategien. Als edukative Outcomes wurden identifiziert: Patienten-bezogenes Curriculum, kommunikative Fertigkeiten, wissenschaftliche Kompetenzen und die Einbeziehung von ethischer Beurteilungskompetenz. Als edukative Prinzipien wurden festgelegt:

  • Orientierung am Studierenden-Outcome (“zur allgemeinen Weiterbildung befähigt”),
  • modulare Curriculumsstruktur mit horizontaler und vertikaler Integration,
  • Kombination eines Kerncurriculums mit Wahlpflicht-Anteilen,
  • Förderung von Tiefenlernen durch exemplarisches Lernen,
  • Kombination von Mustererkennung („pattern recognition“) und analytischem Lernansatz,
  • Förderung von selbstreguliertem Lernen und Initiierung von lebenslangem Lernen,
  • genuiner studentischer Partizipation zur curricularen Optimierung.

Schlussfolgerung: Hiermit präsentieren wir ein theoretisches Rahmenwerk zur Curriculumsplanung.