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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Qualitätsbeurteilung von Reformcurricula: Wie sehen die Absolvierenden Ihr Medizinstudium in der Retrospektive im 2. Jahr Ihrer ärztlichen Tätigkeit?

Vortrag

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  • corresponding author Christian Schirlo - Universität Zürich, Medizinische Fakultät, Dekanat, Zürich, Schweiz
  • Magda Dutkiewicz - Universität Zürich, Medizinische Fakultät, Dekanat, Zürich, Schweiz
  • Roland Wenger - Universität Zürich, Medizinische Fakultät, Prodekan Lehre Vorklinik, Zürich, Schweiz
  • Rainer Weber - Universität Zürich, Medizinische Fakultät, Prodekan Lehre Klinik, Zürich, Schweiz

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocV536

doi: 10.3205/12gma166, urn:nbn:de:0183-12gma1665

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Schirlo et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Das Curriculum Humanmedizin der Universität Zürich wurde grundlegend reformiert. Als ein Instrument der retrospektiven Evaluation wurden Absolvierendenbefragungen gewählt.

Fragestellung: Wie beurteilt die Absolvierenden-Kohorte des reformierten Medizin-Curriculums (Reformkohorte, RK) im Vergleich mit der Absolvierenden-Kohorte des letztmalig durchgeführten traditionellen Curriculums (Kontrollkohorte, KK) nach 18-monatiger ärztlicher Tätigkeit ihr Medizinstudium?

Methodik: Den Absolvierenden der KK und der RK wurde ein identischer Fragebogen mit insgesamt 107 Items jeweils 18 Monate nach Studienabschluss zugestellt. Gefragt wurde nach Struktur, Ausbildungsqualität und Relevanz der vermittelten Lerninhalte für die Ausübung des Arztberufes mit einer 5-Punkte-Likert-Antwortskala. Die Ergebnisse wurden mit den Resultaten der Befragung direkt nach Studienabschluss verglichen.

Ergebnisse: Die Rücklaufquote für die KK betrug 40,7 % (N=82), für die RK 33,3 % (N=72). Die RK schätzt den Anteil der hausarztmedizinischen Lerninhalte im Gegensatz zur KK als gerade richtig ein (61,8 % der RK vs. 26,3 % KK, p<0,05). RK sowie KK beurteilen den Anteil praktischer Lerninhalte als zu klein (MW RK= 64,3 %; KK=65,1%). An beiden Messzeitpunkten fühlte sich die RK durch das Studium besser auf das Berufsleben vorbereitet (MW RK=3,44 [3,38]; KK=3,16 [3,12]).

Schlussfolgerungen: Wesentliche Reformziele scheinen im Vergleich zum bisherigen Curriculum erreicht worden zu sein. Die Einschätzungen innerhalb der Kohorten sind zwischen beiden Messzeitpunkten weitgehend stabil [1], [2].


Literatur

1.
Schirlo C, Heusser R. Quality assurance of medical education: a case study from Switzerland. GMS Z Med Ausbild. 2010;27(2):Doc24. DOI: 10.3205/zma000661 Externer Link
2.
Sperhac AM, Goodwin LD. Using multiple data sources for curriculum revision. J Pediatr Health Care. 2003;17(4):169-175.