gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Verankerung der Themen Gender, Women’s Health und Gender-based Medicine im Medizin Curriculum Wien (MCW)

Vortrag

  • corresponding author Angelika Hofhansl - Medizinische Universität Wien, Department für Med. Aus- aus und Weiterbildung, Wien, Österreich
  • Sonja Lydtin - Medizinische Universität Wien, Stabstelle für Gender Mainstreaming, Wien, Österreich
  • Ulrike Salzer-Muhar - Medizinische Universität Wien, Univ.Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Wien, Österreich
  • Sandra Steinböck - Medizinische Universität Wien, Stabstelle für Gender Mainstreaming, Wien, Österreich
  • Alexandra Kautzky-Willer - Univ.Klinik für Innere Medizin, Unit für Gender Medicine, Wien, Österreich

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocV518

doi: 10.3205/12gma143, urn:nbn:de:0183-12gma1433

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Hofhansl et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Internationalen Beispielen folgend soll im Diplomstudium Humanmedizin an der Medizinischen Universität Wien (WS 2011/12: 683 Studienanfänger/innen, davon 45% weiblich) der interdisziplinäre Schwerpunkt „Women’s Health und Gender-based Medicine“ flächendeckend integriert werden [1], [2], [3].

Methode: Im Oktober 2009 wurde die Arbeitsgruppe „Gender im Pflichtcurriculum“ unter externer Moderation ins Leben gerufen. Darin haben die Teilnehmer/innen (Hauptakteur/innen im Bereich der Lehre aus unterschiedlichen Fachgebieten) die Möglichkeit, Integrationsstrategien für Gender in der Pflichtlehre zu konzipieren und umzusetzen. Bis Mai 2010 fanden sechs halbtägige Workshops statt, in denen ein gemeinsames Ergebnispapier erarbeitet wurde. Seitdem werden halbjährlich Workshops abgehalten, um die Umsetzung des Ergebnispapiers zu überprüfen.

Ergebnisse: Im Beitrag werden das Ergebnispapier sowie bereits realisierte Maßnahmen vorgestellt, zB:

  • Pilotstudie zum Thema "Relevanz von Gender-Themen in Lehre, Forschung und Patient/innenversorgung aus Sicht der Studierenden“ bzw. Assoziationen der Studierenden zum Gender-Begriff
  • Aufstellung aller Lehrveranstaltungen im Pflichtcurriculum, in denen Genderaspekte als Lerninhalte ausgewiesen sind.
  • Sprachliche und inhaltliche Überarbeitung der online verfügbaren Lernunterlagen und POL-Fälle in Bezug auf Genderaspekte.

Schlussfolgerungen: Die Bedeutung des Faktors Geschlecht in der Medizin wird zunehmend erkannt. Um eine geschlechtssensible medizinische Herangehensweise flächendeckend zu verankern und um Lehrende und Studierende verstärkt für dieses Thema zu sensibilisieren, sind weitere Maßnahmen notwendig.


Literatur

1.
Verdonk P, Mans L, Lagro-Janssen. Integrating gender into a basic medical curriculum. Med Educ. 2005;39(11):1118-1125. DOI: 10.1111/j.1365-2929.2005.02318.x Externer Link
2.
Miemietz B, Verner L, Burruano L. Integration geschlechterspezifischer Inhalte in das Medizincurriculum - Ein Projekt zur Qualitätssteigerung der Lehre an der Medizinischen Hochschule Hannover. Z Frauenförd Geschlechterstud. 2007;25(2):98-110.
3.
Busch J, Babitsch B, Dohnke B, Begenau J, Braun V, Dören M, Regitz-Zagrosek V, Fuchs J. Integration geschlechtsspezifischer Inhalte in die Lehre der Charité - Universitätsmedizin Berlin. GMS Z Med Ausbild. 2007;24(3):Doc149. Zugänglich unter/available from: http://www.egms.de/static/de/journals/zma/2007-24/zma000443.shtml Externer Link