gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Akzeptanz und Nutzung von portablen Internet Geräten (Tablet PC, Smartphones) in der zahnmedizinischen und medizinischen Ausbildung

Poster

  • corresponding author Peter Schulz - Universitätsmedizin Mainz, Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Mainz, Deutschland
  • Keyvan Sagheb - Universitätsmedizin Mainz, Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Mainz, Deutschland
  • Harald Affeldt - Universitätsmedizin Mainz, Ressort Forschung und Lehre, Mainz, Deutschland
  • Vinay Kumar - Universitätsmedizin Mainz, Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Mainz, Deutschland
  • Kathy Taylor - Universitätsmedizin Mainz, Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI), Mainz, Deutschland
  • Christian Walter - Universitätsmedizin Mainz, Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Mainz, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocP228

doi: 10.3205/12gma130, urn:nbn:de:0183-12gma1300

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Schulz et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Die Anzahl an Tablet Computern und internetbasierten Smartphones steigt im Bereich der medizinischen und zahnmedizinischen Ausbildung stetig an. Mit dieser Studie wird der Frage nachgegangen inwiefern diese Art der Geräte einen Einfluss auf das Lernverhalten von Studenten haben.

Methode: In dieser Studie wurden zufällig ausgewählte Studenten der Zahn- und Humanmedizin (n=141) befragt. Alle Studenten befanden sich im klinischen Studienabschnitt. Unsere Fragen bezogen sich darauf

1.
inwiefern die Befragten routinemässig mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet PC´s benutzen,
2.
welches Betriebssystem in diesen Fällen genutzt wird,
3.
(wie viel der Internet Aktivität auf diesen Geräten für Internet basiertes Lernen verwendet wird,
4.
und welche sozialen Netzwerke damit genutzt werden.

Des weiteren interssierte uns der Besitz eines Computers bei den Befragten.

Ergebnisse: Alle Befragten besitzen einen privaten Computer (95% Laptops, 5% Desktop Computer).11% der Befragten besitzen ein Tablet PC mit iOS Betriebssystem (Apple iPad), 27% ein Smartphone mit iOS Betriebssystem (Apple iPhone), 22% ein Smartphone mit Android Betriebssystem und 2% ein Tablet PC mit Android Betriebssystem. Studenten die im Besitz eines díeser mobilen Geräte sind zeigen eine deutlich höhere Lernaktivität im Internet von 29% gegenüber Studenten die keines dieser Geräte besitzen. Bei iOS Betriebssystem zeigt sich eine deutliche Nutzung von Lernprogrammen (19%) gegenüber dem Android Betriebssystem (8%). Die Frage nach der Nutzung von sozialen Netzwerken zeigt ebenfalls eine deutlich höhere Nutzungsquote bei portablen Internetgeräten (17%). Dabei zeigte sich eine Nutzung von Facebook (82%) und Google+ (51%). Andere Netzwerke wie z.B. Twitter (0,7%) werden hingegen fast nicht verwendet. Obwohl soziale Netzwerke stark in Anspruch genommen werden sprechen sich 71% der Studenten gegen eine Kopplung von sozialen Netzwerken mit angebotenen Lernsystemen der Universität aus. Diese Studie zeigt auch, dass e-learning Angebote deutlich mehr im studentischen Lernverhalten Einzug gehalten haben. In einem Vergleich zu einer von den Autoren durchgeführten Umfrage vor 2 Jahren stieg die der Anteil an Studenten die einen Ausbau von e-learning Aktivitäten forden von 76% auf 89%.

Schlussfolgerung: Unsere Studie zeigt einen deutlichen Einfluss von mobilen Internetgeräten im Lernverhalten von Studenten der Human- und Zahnmedizin. Dies spiegelt sich nicht nur im Lernverhalten sondern auch im Bereich des Austauschs von Informationen über soziale Netzwerke wider. Hinzu kommt die deutliche Nachfrage nach Applikationen im Bereich dieser mobilen Geräte. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden hat die Universitätsmedizin Mainz in ihrem Lernsystem ILKUM mittlerweile eine Webapp integriert welche den Zugang zu ILKUM über diese Geräte erleichtert. Zu beachten ist des Weiteren der Punkt, dass es eine deutliche Trennung zwischen privater Nutzung des Internets und der Nutzung zum Lernen gibt welches sich in der Kopplung von sozialen Netzwerken an Lernmanagementsystem (LMS ) zeigt. Insgesamt zeigt sich, dass das mobile Lernen in Zukunft einen wichtigen Teil im Lernverhalten von Studenten einnehmen wird [1].


Literatur

1.
Sagheb K, Schulz P, Bemsch A, Al-Nawas B. Improving interactive learning in dental education. Poster. J Dent Oral Med. 2010;12(3):Poster 503.