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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Studentische Hilfskräfte im operativen Rufdienst – Nachwuchsrekrutierung und Entlastung

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  • corresponding author Sarah König - Universitätsklinikum Göttingen, Abt. Allgemein- und Viszeralchirurgie, Göttingen, Deutschland
  • B. Michael Ghadimi - Universitätsklinikum Göttingen, Abt. Allgemein- und Viszeralchirurgie, Göttingen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocP176

doi: 10.3205/12gma081, urn:nbn:de:0183-12gma0816

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 König et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In operativen Fächern ist die Dienstbelastung hoch, für größere Eingriffe ist eine 2. Assistenz im OP erforderlich. Um chirurgischen Nachwuchs bereits im Studium zu rekrutieren und die Dienstbelastung der Assistenzärzte zu reduzieren, wurde ein studentischer Rufdienst für den OP eingerichtet.

Methoden: Acht Studierende wurden aus dem 1. -4. klinischen Semester ausgewählt. Die Bezahlung erfolgte als studentische Hilfskräfte. Als Grundvergütung wurden wochentags 2 Std. (Stunden) und am Wochenende 4 Std. vereinbart, die tatsächliche Inanspruchnahme wurde hinzu addiert. Die Studierenden erhielten vorab Schulungen zu ihren Aufgaben sowie begleitend Seminare zur Diskussion der Patientenfälle.

Ergebnisse: Vom 01.01. - 31.12.2011 wurden die Studierenden durchschnittlich täglich 2,67 Std. zur OP-Assistenz gerufen (Jahressumme 962 Std.). Die wöchentliche Arbeitszeit der Assistenten konnte somit um je 3,74 Std. entlastet werden. Da die Vergütung einer studentischen Hilfskraft arbeitgeberseitig nur 11,75€/Std betrug (Assistenzarzt TVÄ 1-1: 33€/Std), ergab sich eine finanzielle Einsparung von 40.000€. Auf Nachfrage gaben 7 Studierende an, dass sie in Ihrem Weiterbildungswunsch eines chirurgischen Faches bestärkt wurden.

Schlussfolgerung: Der studentische Rufdienst kann als Möglichkeit zur frühen Rekrutierung potentieller Weiterbildungskandidaten verstanden werden. Für die Assistenten ergab sich eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen (Reduktion der zuvor bereits überschrittenen Höchstarbeitszeit und keine Ausfallzeiten mehr nach nächtlichem Dienst).