gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Zwischen Partizipation und Stereotypisierung. Interkulturelle Kommunikation mit Simulationspatienten mit Migrationshintergrund

Poster

Suche in Medline nach

  • corresponding author Henrike Hölzer - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Simulationspatienten-Programm, Berlin, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocP141

doi: 10.3205/12gma042, urn:nbn:de:0183-12gma0426

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Hölzer.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Unbestritten ist es notwendig, interkulturelle Kompetenzen in der medizinischen Ausbildung zu verankern. Was dabei jedoch gelernt werden soll und wie, bleibt Gegenstand der Diskussion.

Ist interkulturelle Kompetenz vor allem kommunikative Kompetenz, geht es um Wissen, Fertigkeiten oder Haltungen? Ist das Ziel auch – oder vielleicht gerade? – Selbstreflexion über die eigene Kultur? An der Charité, Berlin, wird das Thema seit 2007 im Kleingruppenunterricht mit Simulationspatienten gelehrt. Bei der Jahrestagung der GMA sollen das Konzept, die Lernziele und die mit der Methode "Simulationspatienten“ verbundenen Chancen und Risiken vorgestellt werden. Dabei werden nicht nur die Studierendenevaluationen berücksichtigt, sondern auch Leitfaden-gestützte Interviews mit Simulationspatientinnen mit Migrationshintergrund.

Wenn "Simulation“ die geeignete Methode ist, um zu lernen, sich den Anforderungen komplexer Situationen zu stellen, trifft das besonders auf Situationen zu, die interkulturelle Kompetenz erfordern. Gerade hier gilt es, sich individuell und flexibel auf ungewohnte Herausforderungen einzustellen. Diese Fähigkeit lässt sich nur sehr begrenzt am Modell trainieren. Wenn jedoch der Austausch mit Betroffenen gesucht wird und diese die Gelegenheit haben, z. B. mittels Feedback, am Unterricht zu partizipieren, wird die Forderung nach patientenzentrierter ärztlicher Gesprächsführung bereits im Unterricht Realität [1], [2].


Literatur

1.
Wind LA, Van Dalen J, Muijtiens AM, Rethans JJ. Assessing simulated patients in an educational setting: the MaSP (Maastricht Assessment of Simulated Patients). Med Educ. 2004;38(1):39-44. DOI: 10.1111/j.1365-2923.2004.01686.x Externer Link
2.
Nestel D, Tabak D, Tierney T, Layat-Burn C, Robb A, Clark S, Morrison T, Jones N, Ellis R, Smith C, McNaughton N, Knickle K, Higham J, Neebone R. Key challenges in simulated patient programs: an international comparative case study. BMC Med Educ. 2011;11:69. DOI: 10.1186/1472-6920-11-69 Externer Link