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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Innere und äußere Einflussfaktoren auf die Trias Lehren - Lernen - Prüfen

Plenarvortrag

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  • corresponding author presenting/speaker Oliver Metzing - Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd), AG Medizinische Ausbildung, Jena, Deutschland
  • Mathis Gittinger - Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd), AG Medizinische Ausbildung, essen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma287

DOI: 10.3205/11gma287, URN: urn:nbn:de:0183-11gma2876

Veröffentlicht: 26. September 2011

© 2011 Metzing et al.
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Gliederung

Text

Das Medizinstudium ist in den vergangenen Wochen und Monaten wieder in den Blickpunkt des öffentlichen Bewusstseins gerückt. Gründe dafür sind unter anderem das anstehende Versorgungsgesetz und Diskussionen um die Qualität der medizinischen Doktorarbeit. Verschiedene Interessengruppen haben dabei schon ihre Vorstellungen zur zukünftigen Ausrichtung des Medizinstudiums veröffentlicht und auch wir, die Bundesvertretung der Medizinstudierenden hat sich zu einigen Punkten positioniert (http://bvmd.de/fileadmin/intern_alle/Positionspapiere/2011/2011-06-19_Positionspapier_Studienplatzerhoehung.pdf, http://bvmd.de/fileadmin/intern_alle/Positionspapiere/2011/2011-06-19_Positionspapier_Interprofessionalitaet.pdf, http://bvmd.de/fileadmin/intern_alle/Positionspapiere/2011/2011-05-01_Positionspapier_Staerkung_der_Allgemeinmedizin.pdf).

Oft gerät dabei in den Hintergrund, dass der normale Medizinstudent Hauptbetroffener etwaiger Änderungen ist, die sich sowohl auf Lehren, Lernen als auch Prüfen auswirken.

All diese Debatten zeigen, dass das Medizinstudium trotz langer Tradition und grundlegender Reform vor etwa zehn Jahren (neue ÄApprO 2002) scheinbar nicht flexibel genug ist, um auf innere und äußere Einflussfaktoren zu reagieren und nach wie vor Schwachstellen bestehen, die ausgeräumt werden müssen,damit Medizinstudierende nicht trotz des Studiums, sondern deswegen gern und hochmotiviert eine ärztliche Tätigkeit aufnehmen. Die Gelegenheit, das Dreigestirn aus Lehren, Lernen und Prüfen kritisch zu beleuchten und Änderungen zu bewirken war vermutlich lange nicht so gut, wie im Moment.

Es stellt sich die Frage, warum es genau an den Schnittstellen immer wieder zu Konflikten kommt. Sei es, weil sich die Approbationsordnung an manchen Punkten eher vage ausdrückt, den Fakultäten viel Freiraum für Gestaltung lässt und es keine Konsequenzen hat, wenn die Approbationsordnung nicht eingehalten wird, oder sei es durch mangelnde Kenntnisse über die theoretischen Hintergründe und das erforderliche Wissen zum Lehren, zu den Lerntypen und zu prüfungstheoretischen Aspekten. Experten auf genau diesem Gebiet, die Absolventen des Masterstudiengänge „Master of Medical Education“ und Anderer, die sich wissenschaftlich mit der Thematik auseinandersetzen, sollten unserer Meinung nach mehr involviert werden, um Lehrende besser auf das vorzubereiten, was sie im Vorlesungssaal erwartet, um das Curriculum so zu überarbeiten, dass der Studierende das geforderte Wissen auch erlernen kann und die Prüfungen so zu gestalten, dass sie auch das abprüfen, was in den Lehrveranstaltung vermittelt werden sollte.

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