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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Curriculumentwicklung und Konsensbildung: Die Delphi-Methode als hilfreiches Werkzeug

Workshop

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  • corresponding author presenting/speaker Jerome Rotgans - RWTH Aachen, Medizinische Fakultät, Aachen, Deutschland
  • author Anita Schmidt - Universitätsklinikum Erlangen, Berufsfachschule für Krankenpflege, Erlangen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma275

DOI: 10.3205/11gma275, URN: urn:nbn:de:0183-11gma2759

Veröffentlicht: 26. September 2011

© 2011 Rotgans et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Die Delphi-Methode ist eine strukturierte Befragung von Experten, die ursprünglich in den sechziger Jahren in den USA zur Abstimmung von Experten bei schwierigen militärischen Entscheidungen ent-wickelt wurde. Heute wird sie weltweit in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt. Einsatzgebiete dafür liegen z.B. in der Zukunftsforschung und in der Beratung von Politikern.

Zunehmend wird diese Methode in der Medizin genutzt, wenn ein Konsens zwischen Spezialisten eines Gebietes erreicht werden soll, so z.B. in der Leitlinienentwicklung und in der Entwicklung von Lernzielkatalogen. Auch für die Entwicklung des Nationalen kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Me-dizin (NKLM) wird diese Methode angewendet.

Delphi-Befragungen wurden auch bereits erfolgreich in unterschiedlichsten Bereichen der Curriculumsentwicklung auch an der lokalen Universität angewendet: Wenn die Spezialisten aus allen betroffenen Fachbereichen in die Entscheidungsfindung eingebunden werden, werden sie die daraus resultierenden Entscheidungen auch eher mittragen. Reibungsverluste in der Curriculumentwicklung werden so minimiert.

Ziel/e: Ziel des Workshops ist es, die TeilnehmerInnen praktisch erfahren zu lassen,

1.
das Wissen mehrerer Experten zu nutzen; mehrere Experten wissen mehr als einer und
2.
Konsens herbeizuführen ohne Gruppeneinflüsse wie Selbstdarstellung oder Konformitätszwang,

so dass sie diese Erfahrung in die tägliche Praxis der Fakultätsarbeit bzw. in die Arbeit an den NKLM-Arbeitspaketen einbringen können.

Struktur/Methoden: Im Seminar werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, wie und wo im universitären Alltag die Delphi-Methode anwendbar ist. Es werden Vorteile, Nachteile und Grenzen der Methode und vorgestellt, die von den Teilnehmern exemplarisch angewendet wird.

Zielgruppe: Jeder Interessent, vorzugsweise MitarbeiterInnen in Studiendekanaten und Curriculumausschüssen.

Zusätzliche Informationen:

Schwierigkeit: Anfänger

Im Rahmen des Workshops ist/sind geplant:

Vorträge: Ja

Praktische Kleingruppenarbeit: Ja

Erarbeitung einer gemeinsamen Stellungnahme: Ja

Sonstiges: Feedbackbesprechung/Evaluation

Maximale Teilnehmerzahl: 25