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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

In 80 Stunden zum pädiatrischen Dozenten? Evaluation des Peer-teaching an der Universitätskinderklinik Essen

Poster

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  • author presenting/speaker Dominic Weber - Universitätskinderklinik Essen, Klinik für Pädiatrie II, Essen, Deutschland
  • author Bernhard Groes - Universitätskinderklinik Essen, Essen, Deutschland
  • author Bernhard Kremens - Universitätskinderklinik Essen, Klinik für Pädiatrie III, Essen, Deutschland
  • corresponding author Rainer Büscher - Universitätskinderklinik Essen, Klinik für Pädiatrie II, Essen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma178

DOI: 10.3205/11gma178, URN: urn:nbn:de:0183-11gma1788

Veröffentlicht: 26. September 2011

© 2011 Weber et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Peer-assisted learning ist an den medizinischen Fakultäten in Deutschland weit verbreitet, in der Kinderheilkunde aber eher eine Ausnahme. An der Universitätskinderklinik Essen werden seit 1986 studentische Tutoren in einem zehntägigen Intensivkurs ausgebildet, um im Blockpraktikum Pädiatrie Studierende des 3. und 4. Klinischen Semesters am Krankenbett in basalen pädiatrischen Untersuchungstechniken zu unterrichten („peer-to-peer-teaching“). Die Tutoren werden für ein Jahr als studentische Hilfskräfte in der Klinik eingestellt. Der Schwerpunkt der Tutorenausbildung liegt auf der Vermittlung affektiver und sensomotorischer Fertigkeiten. Ziel dieser Studie war die Evaluation der Tutorenausbildung mittels einer deskriptiven und quantitativen Untersuchung.

Methoden: Die zehntägige Tutorenschulung erfolgt jährlich bei 10-12 Studierenden nach Ende des Wintersemesters. Die 80-stündige Ausbildung setzt sich zu 35% aus theoretischem Unterricht in Form von Seminaren, 55% bedside-teaching und einem Praxistag in einer kinderärztlichen Lehrpraxis (10%) zusammen. Eine Beurteilung der Ausbildung erfolgte bei 57 Tutoren der Jahrgänge 2007-2011 durch einen Fragebogen. Eine quantitative Untersuchung wurde vor und nach Abschluss der Ausbildung durch eine modifizierte zehnminütige OSCE-Prüfung durchgeführt.

Ergebnisse: In der OSCE-Prüfung konnten die Studierenden Ihr Ergebnis von 15,7±4,1 von insgesamt 38 Punkten (Streuung 9-25) vor der Ausbildung auf 30,0±2,3 Punkte (Streuung 24-33) nach der Ausbildung signifikant verbessern. Besonders bei den geprüften praktischen Fertigkeiten fand eine signifikante Verbesserung statt. Die Auswertung des Fragebogens zeigte bei Männern und Frauen gleichsam eine hohe Zufriedenheit mit der Tutorenausbildung bezüglich Organisation, erreichten Lernzielen und Ablauf.

Schlussfolgerung: Die Tutorenausbildung ist von Studierenden unverändert sehr gut akzeptiert. Die Studierenden können in einem 80-stündigen Intensivkurs die nötigen kommunikativen und manuellen Fertigkeiten erlernen, die sie für ihren späteren Einsatz als Tutoren benötigen.