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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Die ärztliche Weiterbildung im Fach Kinderheilkunde aus der Sicht der Assistenzärzte

Poster

  • corresponding author Ulrike Schauseil-Zipf - Universität zu Köln, Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Köln, Deutschland
  • author Natasa Mihailovic - Universität zu Köln, Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Köln, Deutschland
  • author Carolina Sterz - Universität zu Köln, Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Köln, Deutschland
  • author Konrad Brockmeier - Universität zu Köln, Klinik für Kinderkardiologie, Köln, Deutschland
  • author Jörg Dötsch - Universität zu Köln, Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Köln, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma110

DOI: 10.3205/11gma110, URN: urn:nbn:de:0183-11gma1104

Veröffentlicht: 26. September 2011

© 2011 Schauseil-Zipf et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Es soll die Qualität der ärztlichen Weiterbildung im Fach Kinderheilkunde durch Ärzte in verschiedenen Weiterbildungsstufen evaluiert werden.

Methoden: 50 Ärzte der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin und der Klinik für Kinderkardiologie der Universität zu Köln wurden im Jahr 2010 mit Hilfe eines Fragebogens zur Qualität ihrer Weiterbildung in klinisch-fachlichen Kompetenzen und zur Zufriedenheit mit der Arbeitssituation befragt. 31 Ärzte (62%) beantworteten den Fragebogen nach einer 5-stufingen Beurteilungsskala „sehr gut“ bis „mangelhaft“. 19 Ärzte befanden sich in Weiterbildung zum Facharzt (62%), 12 waren Fachärzte für Kinderheilkunde (38%).

Ergebnisse: Gut bis befriedigend (MW<3,0) wurde die Weiterbildung in allgemeinpädiatrischen Untersuchungstechniken, in praktischen Fertigkeiten bei klinischen Eingriffen, im Management von Akutsituationen und im differentialdiagnostischen Denken bewertet, ebenso die Ausbildung in der Röntgen- und Labordiagnostik, der Anwendung evidenzbasierter Medizin sowie wissenschaftlicher Erkenntnisse. Weniger zufrieden (MW> 3,0) waren beide Gruppen mit der Weiterbildung in entwicklungsdiagnostischen und neuropädiatrischen Untersuchungstechniken, in der ärztlichen Gesprächsführung, in der Begleitung schwer kranker Kinder. Deutliche defizitär (MW>4,0) wird die Weiterbildung aus Sicht der befragten Ärzte in speziellen Untersuchungstechniken wie z.B. EEG, EKG und psychologische bzw. psychiatrische Diagnostik eingeschätzt.

Die Mehrheit aller befragten Ärzte beurteilte die Gesamtsituation der Weiterbildung an der Klinik als gut oder zufriedenstellend (MW 2,7), hielt aber eine Verbesserung der ärztlichen Weiterbildung für notwendig. Weniger erfahrene Ärzte beurteilten die Weiterbildungsqualität häufig anders als erfahrene Ärzte oder Fachärzte.

Schlussfolgerung: Die Studie liefert konkrete Hinweise zur Verbesserung der ärztlichen Weiterbildung im Fach Kinderheilkunde, die derzeit in Form eines verbindlichen Curriculums umgesetzt wird.