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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Stimmt's oder stimmt's nicht? Die Evidenz zu drei populären Vorurteilen über Multiple Choice Fragen

Vortrag

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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma108

DOI: 10.3205/11gma108, URN: urn:nbn:de:0183-11gma1088

Veröffentlicht: 26. September 2011

© 2011 Schubert.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Sind bei Einfachauswahlfragen fünf Antwortoptionen wirklich besser als drei? Sollte eine einmal gegebene Antwort wirklich nicht "verschlimmbessert" werden? Können Multiple Choice-Fragen wirklich nur reines Faktenwissen prüfen?

Methoden: Literaturrecherche zu den drei o.g. Fragestellungen.

Ergebnisse: Sehr häufig sind Einfachauswahlfragen mit nur drei Antwortoptionen genauso gut oder besser als Fragen mit vier oder fünf Antwortoptionen. Die häufig gegebene Empfehlung, eine einmal gegebene Antwort nicht mehr zu ändern, da häufiger eine richtige in eine falsche Antwort geändert würde als umgekehrt kann in dieser Pauschalität nicht aufrechterhalten werden. Viele Beispiele belegen, dass mit sorgfältig formulierten Fragen mehr als reines Faktenwissen geprüft werden kann. Ein methodisches Problem ist hier die Abgrenzung von Faktenwissen zu höherwertigem Wissen.

Schlussfolgerung: Die drei genannten Vorurteile sind hartnäckig, aber zumindest teilweise nicht gut durch empirische Studien belegt bzw. widerlegt.