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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Kompetenz der Medizinstudierenden für eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung von Prüfungen nutzen

Vortrag

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  • corresponding author presenting/speaker Andreas Burger - Ruhr-Universität Bochum, Zentrum für Medizinische Lehre, Bochum, Deutschland
  • author Michaela Pieper - Ruhr-Universität Bochum, Zentrum für Medizinische Lehre, Bochum, Deutschland
  • author Herbert Rusche - Ruhr-Universität Bochum, Zentrum für Medizinische Lehre, Bochum, Deutschland
  • author Thorsten Schäfer - Ruhr-Universität Bochum, Zentrum für Medizinische Lehre, Bochum, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma103

DOI: 10.3205/11gma103, URN: urn:nbn:de:0183-11gma1038

Veröffentlicht: 26. September 2011

© 2011 Burger et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Wir gehen der Frage nach, ob Prüfungen durch zu Prüfende kontinuierlich verbessert werden können.

Methoden: Im Modellstudiengang Humanmedizin in Bochum erhalten die Studierenden zu den schriftlichen und mündlichen Prüfungen Evaluationsbögen. Für die schriftlichen Prüfungen weisen diese einen allgemeinen Teil auf, welcher in Form einer Likert-Skala von 1 bis 6 (entsprechend Schulnoten) zu beantworten ist. In diesem Teil wird z. B. gefragt, ob die Prüfung als fair empfunden wurde, die Lehrinhalte der jeweiligen Semester abgedeckt wurden, neues Wissen vermittelt wurde. In dem anderen Teil des Bogens werden die Studierenden aufgefordert, falls Bedarf besteht, Anmerkungen zu konkret zu benennenden Fragen zu machen. Für die mündlichen Prüfungen gibt es einen ähnlichen allgemeinen Teil mit einer dreistufigen Bewertung und einem frei zu beantwortenden Teil.

Die Evaluationsbögen wurden jeweils in allen Prüfungen der bisher aufgenommenen 8 Jahrgänge des Modellstudienganges Medizin eingesetzt. Insgesamt wurden bis jetzt über 1000 Evaluationen der schriftlichen und über 500 der mündlichen Prüfungen ausgewertet. Die Rücklaufquote für vollständig ausgefüllte Bögen beträgt 70%, weitere 15% sind teilweise ausgefüllt worden. Die restlichen Bögen wurden nicht oder nicht sinnvoll ausgefüllt. Alle Bögen mussten abgegeben werden, da keine Notizen aus den Prüfungsräumen mitgenommen werden dürfen (schriftliche wie mündliche Prüfungsformate).

Ergebnisse: Die Fairness der Prüfungen, in den mündlichen Prüfungen auch die der Prüfer und das Abdecken der gelehrten Lehrinhalte wurden im Mittel nie schlechter als „3“ bewertet. Die frei formulierten Anmerkungen zu den schriftlichen und mündlichen Prüfungen wiesen in jeder Prüfung auf Aufgabenstellungen, deren sprachliche Formulierung nicht eindeutig waren, und auf mögliche Fehler in Lösungshorizonten hin.

Schlussfolgerung: Auf Grund der Ergebnisse dieser Untersuchung, halten wir die Nutzung der Kompetenz von Prüflingen zur Verbesserung der Qualität von Prüfungen für sinnvoll [1].


Literatur

1.
Burger A, Huenges B, Klimke-Jung K, Köster U, Lieverscheidt H, Pieper M, Schäfer T, Rusche HH. Zwischenevaluation Modellstudiengang Medizin. Bochum: Ruhr-Universität Bochum, Büro für Studienreform; 2009.