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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

vARE: virtual Augmented Reality in Education – Anatomische Lehre im technischen Wandel

Vortrag

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  • corresponding author presenting/speaker Andreas Jägermann - Universität Düsseldorf, Sektion f. Klinische Anatomie, Düsseldorf, Deutschland
  • Birte Barbian - Universität Düsseldorf, Sektion f. Klinische Anatomie, Düsseldorf, Deutschland
  • Timm Filler - Universität Düsseldorf, Sektion f. Klinische Anatomie, Düsseldorf, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma070

DOI: 10.3205/11gma070, URN: urn:nbn:de:0183-11gma0705

Veröffentlicht: 26. September 2011

© 2011 Jägermann et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Konzepte zur Unterstützung der Lehre mit interaktiven online Angeboten, die häufig auch off-campus genutzt werden können, gibt es an sehr vielen Universitäten. Eine Integration der Insellösungen zu einem inhaltlich schlüssigen Gesamtkonzept findet man dabei jedoch meist nur in Ansätzen. Unser Ziel ist es zu überprüfen, ob ein inhaltliches Gesamtkonzept für die curriculare Lehre Anatomie entwickelt werden, einen sinnvollen Einsatz finden und zu einem größeren Lernerfolg bei den Studierenden führen kann. Hierbei stellt die Diversität der anatomischen Lehrveranstaltungen ein Problem dar, weil technisierte Lernmodule mit traditionellen Unterrichtsformen verzahnt werden müssen.

Methoden: Aufbauend auf den Erfahrungen mit virtueller Mikroskopie (iAM = interactive Augmented Microscopy) und curricularer Echtzeit off-Campus Lehre haben wir weitere Module entwickelt, die sowohl die Lehre als auch das Lernen virtuell erweitern und dabei, vernetzt über die Inhalte, einen Mehrwert bieten können. Für die Histologie wurde bspw. ein auch auf die Makroskopie und Embryologie übertragbares System aus feingranulären Podcast-Modulen (iLEARN = interactive Learning, Exercising, Apprehension, Recognition, Noticing) entwickelt, die über eine Datenbank individuell miteinander verknüpft werden können. In der Makroskopie sollen darüber hinaus, neben einer Informationsverdichtung und Virtualisierung der vorhandenen Exponate, Modelle und Präparate an speziellen, öffentlich zugänglichen Arbeitsstationen in 3D projiziert, über eine kostengünstige Steuerung ohne Eingabegerät manipuliert und mit Informationen überlagert werden (iSEE = integrated Seeing, Explorating, Explaining).

Schlussfolgerung: Der traditionelle Lehransatz, der in der Anatomie nahezu immer systematisch ist, kann mit diesem Konzept auf eine funktionelle sowie eine panoptische Ebene transferiert werden. So wird eine individualisierbare Lernumgebung geschaffen, die beliebige Perspektiven zur vernetzten Erarbeitung des gesamten anatomischen Stoffes ermöglicht.