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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Qualitätssicherung einer interaktiven Lernumgebung mit Usability Tests

Vortrag

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  • corresponding author presenting/speaker Maria Kaschny - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland
  • author presenting/speaker Sandra Buron - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland
  • author presenting/speaker Kai Sostmann - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma058

DOI: 10.3205/11gma058, URN: urn:nbn:de:0183-11gma0585

Veröffentlicht: 26. September 2011

© 2011 Kaschny et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Im Forschungsprojekt SimMed erarbeiten die Charité Berlin und die Archimedes Solutions GmbH einen lebensechten Patientensimulator unter Verwendung eines Multitouchtischs. Die Entwicklung der Anwendung wird iterativ durch umfangreiche Usability Tests begleitet. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der Benutzerfreundlichkeit und Realitätsnähe der Anwendung, welche zur Verbesserung des Lernerfolgs beitragen sollen, sondern auch darauf, die Korrektheit der Abläufe zu gewährleisten.

Methoden: Usability Tests, bisher vorrangig im kommerziellen Bereich eingesetzt, bieten hohes Potential um Einblick in das neue Forschungsfeld zu erhalten. Die qualitative Methode wird als Beobachtung, unter Verwendung von Think-aloud Protokollen, durchgeführt. In den ersten Iterationen wurde die Anwendung mit jeweils einem Probanden aus der Zielgruppe getestet. Dabei erhalten die Probanden Aufgaben, welche sie mit Hilfe des Multitouchtischs ausführen. Die Tests werden auf Video aufgezeichnet und ausgewertet. Zudem werden die Vor- und Nutzungserfahrungen der Probanden mittels schriftlicher Befragung erhoben. Zum Zeitpunkt des Vortrags werden voraussichtlich bis zu 30 Tests durchgeführt, sowie die zugehörigen Protokolle erstellt sein. Im Rahmen der statistischen Auswertung wird u.a. ein Index für die Medienaffinität berechnet, um den Einfluss der Vorerfahrung auf die Nutzung belegen zu können.

Ergebnisse: Aus den bisherigen Beobachtungen ergaben sich zahlreiche Änderungen des Interaktionsdesigns. Eine weitere Erkenntnis ist die hohe Bedeutung von Feedback innerhalb der Anwendung. Für die Motivation der Lernenden ist dieses zum Abschluss jeder Interaktion sinnvoll. Der Einsatz verschiedener Medien (Foto, Video und Ton), die Symptome naturgetreu abbilden, trägt zur Stringenz der Lernumgebung bei und wurde von den Probanden durchweg positiv bewertet.

Schlussfolgerung: Im Speziellen bei der Erstellung von medienbasierten Lernumgebungen ist die formative Evaluation, beispielsweise in Form von Usability Tests sinnvoll. So kann der Einfluss des eingesetzten Mediums und dessen Gestaltung auf die Lernenden untersucht werden sowie die daraus resultierenden Anpassungen noch während der Entwicklung umgesetzt werden [1], [2], [3].


Literatur

1.
Sandars J, Lafferty N. Twelve Tips on usability testing to develop effective e-learning in medical education. Med Teach. 2010;(32):956-960. DOI: 10.3109/0142159X.2010.507709 Externer Link
2.
Lazar J. Research methods in human-computer interaction. Chichester West Sussex(UK): Wiley; 2010.
3.
Khan K, Pattison T, Sherwood M. Simulation in medical education. Med Teach. 2011;33(1):1-3. DOI: 10.3109/0142159X.2010.519412 Externer Link