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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Von der Dissonanz zum Dreiklang: Entwicklung eines interdisziplinären medizinischen Basisjahrs an der LMU München

Vortrag

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma002

doi: 10.3205/11gma002, urn:nbn:de:0183-11gma0025

Veröffentlicht: 26. September 2011

© 2011 Keil et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Seit 2003 ist die neue Approbationsordnung an der medizinischen Fakultät der LMU München erfolgreich umgesetzt und etabliert. Zur Weiterentwicklung des Curriculums wurde im Sommersemester 2011 das interdisziplinäre Basisjahr Medizin (Modul 23) eingeführt, in dem chirurgische und internistische Lehrinhalte systemorientiert in Organblöcken gelehrt werden. Kernziele sind insbesondere die Abbildung der klinischen Versorgungsrealität, die stärkere Einbindung der Dozenten in die Lehrorganisation und die Förderung von Strategien des Lebenslangen Lernens. Zur Umsetzung mussten viele Dozierende und erfahrene Lehrkoordinatoren intensiv kooperieren und unterschiedlichste Meinungen zu einem stimmigen Konzept integrieren.

Methoden: Die erste didaktisch-inhaltliche Ausarbeitung dieses innovativen Curriculumskonzepts erfolgte durch Studierende im Praktischen Jahr unter Anleitung von zwei MME-Absolventen und Mentoren der Harvard Medical School in enger Abstimmung mit dem Studiendekan und den beteiligten Lehrstuhlinhabern. Die Planung in den Organblöcken erfolgte durch blockspezifische Lehrkoordinatoren unterstützt durch je einen wissenschaftlichen Assistenten (50%-Stelle), Studierende der Fakultät und ein zentrales Organisationsteam. Neben bedarfsorientierten didaktischen Fortbildungen erfolgte die notwendige kommunikative Abstimmung durch regelmäßige Treffen sowie über eine zentrale elektronische Plattform.

Ergebnisse: Zum Sommersemester 2011 wurde das interdisziplinäre Basisjahr Medizin implementiert. 19 Lehrstühle arbeiten nun interdisziplinär in Lehre und Lehrorganisation zusammen. Das didaktische Grundkonzept, die Organisationsstruktur sowie erste Evaluationsergebnisse werden auf der Tagung vorgestellt.

Schlussfolgerung: Die Sicherstellung einer fundierten medizinischen Ausbildung bedarf einer ständigen kritischen Reflexion des eigenen Curriculums und einer evaluationsbasierten Weiterentwicklung. Hierzu sind eine sorgfältige Planung, der enge Kontakt zu den Studierenden und eine hohe Motivation der Dozenten notwendig.