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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

Quo vadis: Praktisches Jahr - Motivation oder Demotivation?

Poster

  • corresponding author presenting/speaker Melanie Simon - RWTH Aachen, Medizinische Fakultät, Studiendekanat, Aachen, Deutschland
  • author Stefan C. Beckers - RWTH Aachen, Medizinische Fakultät, Klinik für Anästhesiologie, Aachen, Deutschland
  • author Sasa Sopka - RWTH Aachen, Medizinische Fakultät, Klinik für Anästhesiologie, Aachen, Deutschland
  • author Sandra Sudmann - RWTH Aachen, Medizinische Fakultät, Studiendekanat, Aachen, Deutschland
  • Wolfgang Dott - RWTH Aachen, Medizinische Fakultät, Studiendekanat, Aachen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma134

DOI: 10.3205/10gma134, URN: urn:nbn:de:0183-10gma1349

Veröffentlicht: 5. August 2010

© 2010 Simon et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Berufsverbände und die Politik schauen mit großem Interesse auf den Berufseinstieg der Absolventen der Medizinischen Fakultäten. Der Hausärztemangel sowie Nachwuchsprobleme in verschiedensten Fächern sind die Ursachen für dieses Interesse. Welche Berufswünsche haben die PJler tatsächlich? Und wie wirkt sich der wachsende Frauenanteil auf das Ergebnis aus? Haben die Tertiale im PJ einen Einfluss auf die Motivation der Studierenden, den Weg in eine ärztliche oder nicht ärztliche Tätigkeit zu gehen? Die Medizinische Fakultät der RWTH Aachen veranstaltet zur Unterstützung der PJ-Studierenden halbjährliche Karrierenachmittage, in denen sich die PJler anhand von Vorträgen und persönlichen Gesprächen mit klinisch tätigen Ärzten über die verschiedenen Fachrichtungen und die Karrieremöglichkeiten informieren können.

Methode: Die Studierenden werden mittels Online-Fragebogen nach jedem Tertial und nach Besuch des Karrierenachmittags mittels eines papierbasierten Fragebogens befragt. Gegenstand der Fragebogen ist v.a. der zukünftige Berufswunsch und die Fachrichtung. Doppelnennungen sind möglich. Es haben von 2007 bis 2009 696 PJler teilgenommen.

Ergebnisse: Die Befragung nach dem späteren Berufswunsch ergibt folgendes Ergebnis (n=696): als niedergelassener Arzt (NA): 53%, in einem Universitätskrankenhaus (U) : 42%, in einem Krankenhaus (K): 75%, im öffentlichen Gesundheitswesen (Ö): 8%, in der Freien Wirtschaft (W): 10, Politik (P): 4%, als Medizinjournalist (J): 8%, in der universitären Forschung (F): 16%, bin noch unentschlossen (X): 14%. Betrachtet man dies differenziert nach den Geschlechtern zeigen sich diese Werte: NA männlich (m) (n=102): 49%, weiblich (w) (n=513): 55%, U: m 51%; w 40%, K: m 77%; w 74%, Ö: m 10%; w 7%, W: m 16%; w 8%, P: m 10%; w 3%, J: m 5%; w 9%, F: m 25%; w 13%, X: m 17%; w 13%. Im Tertialverlauf nennen die PJler ihre Berufswünsche wie folgt: 1. Tertial (n=288): NA: 50%, U: 42%, K: 73%, Ö: 9%, W: 12%, P: 5%, J: 9%, F: 15%, X: 14%. 2. Tertial (n=229): NA: 59%, U: 41%, K: 76%, Ö: 8%, W: 8%, P: 4%, J: 8%, F: 16%, X: 14%. 3. Tertial (n=179): NA: 53%, U: 44%, K: 75%, Ö: 7%, W: 11%, P: 4%, J: 7%, F: 16%, X: 13%.

Schlussfolgerung: Generell haben die meisten PJ-Studierenden vor nach dem PJ in eine ärztliche Tätigkeit zu gehen, wobei das Ziel des Krankenhausarztes häufiger verfolgt wird als das des niedergelassenen. Arztfremdeberufe können sich insgesamt 140 der befragten Studierenden vorstellen, wobei dies auch keine ausschließliche Vorstellung ist. Ein Unterschied der Ziele nach den Geschlechtern ist nur bei einigen Items erkennbar. Nicht jedoch bei der Unterscheidung von ärztlicher und nicht ärztlicher Tätigkeit. Während des PJ ändert sich die Motivation der Studierenden nicht.