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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

Prävention am Beispiel der ARRIBA- Risikoberatung - Vorstellung eines Unterrichtskonzeptes in der Allgemeinmedizin

Poster

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  • corresponding author presenting/speaker Ildikó Gágyor - Universitätsmedizin Böttinge, Abteilung Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
  • author Anne Simmenroth-Nayda - Universitätsmedizin Böttinge, Abteilung Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
  • author Uwe Popert - Universitätsmedizin Böttinge, Abteilung Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma100

DOI: 10.3205/10gma100, URN: urn:nbn:de:0183-10gma1006

Veröffentlicht: 5. August 2010

© 2010 Gágyor et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Prävention und Risikoberatung sind wichtige Themen in der hausärztlichen Versorgung und sind als eigenständige Lernziele im Göttinger Lernzielkatalog für Studierende unter dem Begriff ‚kardiovaskuläre Risikoberatung’ abgebildet. Dieses Thema gab den Anlass, ein interaktives Lehrkonzept auszuarbeiten, in dem neben der Vermittlung von Wissen auch kommunikative und praktische Fertigkeiten geübt werden können.

Methode: Im Rahmen des Seminars Allgemeinmedizin im 6. klinischen Semester wurden innerhalb einer 90-minütigen Unterrichtseinheit in 2 Seminargruppen (von insgesamt 10) mit jeweils 10 Studierenden das Thema „Prävention und Risikoberatung“ als Pilotstunde behandelt. Als Einstieg wurde theoretisches Wissen über die verschiedenen Präventionsformen wiederholt. Anwendungsbezogenes Wissen über kardiovaskuläre Risiken und Handlungsoptionen wurden anhand eines Fallbeispiels (Patient mit ausgeprägtem kardiovaskulärem Risikoprofil) interaktiv erarbeitet. In einem ersten Rollenspiel1 wurde - nach Unterteilung in zwei Untergruppen - eine Beratungssituation bei jeweils einem Patienten mit einem sehr hohen und mit einem niedrigen kardiovaskulären Risiko simuliert. Die beiden Rollen unterschieden sich auch im Hinblick auf die Adhärenz.des Patienten. In den Untergruppen erfolgte eine Feedbackrunde und im gemeinsamen Plenum wurden die Ergebnisse zusammengetragen. Im Anschluss daran wurde das Instrument e-ARRIBA vorgestellt und durch gemeinsames Eingeben der verschiedenen Risikokonstellationen in die Original-Maske (http://www.arriba-hausarzt.de/) die praktische Anwendung geübt. In einem dritten Rollenspiel wurde eine Beratung mithilfe dieses Intrumentes durchgeführt.

Ergebnis: Unsere Erfahrungen zeigen, dass im Rahmen einer Unterrichtseinheit mehrere relevante Lernziele mithilfe verschiedener Methoden vermittelt werden können. Bereits nach dem ersten Rollenspiel äußerten die Studierenden das Bedürfnis nach einem geeigneten Beratungsinstrument; Daher fügte sich die Einführung von e-ARRIBA harmonisch in den Unterrichtsverlauf ein. Neben Verständnis und Funktion des Instruments kam es auch zu einer kritischen Auseinandersetzung mit e-ARRIBA.


Anmerkung

1 Alle Rollenskripte wurden für eine Patienten- und Patientinnenrolle verfasst