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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

Interaktive modulare Weiterbildung in der Allgemein- und Viszeralchirurgie - Der Anfang einer Erfolgsgeschichte

Vortrag

  • corresponding author presenting/speaker Alexander Euteneier - Unfallkrankenhaus Berlin, Unfallchirurgie und Orthopädie, Berlin, Deutschland; cme web akademie GmbH, Berlin, Deutschland
  • Pascal O. Berberat - Klinikum rechts der Isar, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland
  • Jörn Gröne - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Chirurgische Klinik I, Campus Benjamin Franklin, Berlin, Deutschland
  • Karim A. Gawad - Hospital zum Heiligen Geist, Chirurgische Klinik, Frankfurt a. Main, Deutschland
  • Martina Kadmon - Universitätsklinik Heidelberg, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Heidelberg, Deutschland
  • Alexandra Busemann - Universitätsklinikum Greifswald, Abt. für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Greifswald, Deutschland
  • Hartwig Bauer - Deutsche Gesellschaft für Chirurgie, Berlin, Deutschland
  • Johannes O. Jost - SAVC GmbH-Servicegesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Berlin, Deutschland
  • Heinz-Johannes Buhr - Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Berlin, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma94

DOI: 10.3205/10gma094, URN: urn:nbn:de:0183-10gma0940

Veröffentlicht: 5. August 2010

© 2010 Euteneier et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Im Dezember 2007 wurde auf Initiative einer Gruppe engagierter Chirurgen/innen unterstützt durch die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie ein modulares Weiterbildungskonzept entwickelt. Ziel ist es, im Rahmen 2,5-tägiger Seminare mit dem didaktischen Schwerpunkt interaktiver Kleingruppenarbeit und unter Einbindung von eLearning im Vorfeld der Seminare wichtige Schwerpunkte der Chirurgie auf der Basis neuester Literatur und Evidenzbasis für die Facharztweiterbildung zu vermitteln. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie übernahm die Schirmherrschaft und Finanzierung des Vorhabens, sodass im Februar 2009 in Berlin das erste Modul "Notfallambulanz" stattfinden konnte. Weitere Module folgten: "Intensivmedizin" in Heidelberg im Juli 2009 und Februar 2010, "Notfallambulanz und Kolorektale Chirurgie" als Doppelveranstaltung in Berlin im November 2009, sowie "Basischirurgie" in Frankfurt im März 2010.

Ziel der Evaluation war es, neben der Erhebung von demografischen Faktoren die Akzeptanz für das didaktische Gesamtkonzept (Verbindung von Präsenz- und Online-Lehre) und der Einzelmodule zu erfragen, sowie den subjektiv empfundenen Wissenszuwachs abzubilden. Zudem erfolgte eine Bewertung jeder einzelnen Lerneinheit.

Methodik: 5 Veranstaltungen wurden anhand je drei standardisierter Fragebögen evaluiert: Fragebogen FB A (Demografischer Teil) vor Beginn, FB B (Bewertung der einzelnen Lerneinheiten), FB C (Gesamtkonzept, Didaktik, Wissenszuwachs) am Ende der Veranstaltung. Die Bewertung im Fragebogen B erfolgte auf einer 5 stufigen Likert-Skala: trifft völlig zu (5), trifft ziemlich zu (4), teils-teils (3), trifft wenig zu (2), trifft gar nicht zu (1). Ergänzend konnten auch Freitextkommentare abgeben werden.

Ergebnisse: Die Ergebnisse der demografischen Daten (FB A) zeigten eine Verteilung der teilnehmenden Assistenzärzte/innen zwischen Universität (21%), Maximalversorger (22%) und Regelversorger (56%) zugunsten von Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung. Der Anteil der weiblichen Teilnehmer war mit 50% gleich dem Anteil der männlichen Teilnehmer. Das Alter der Teilnehmer schwankte zwischen 24 und 51 Jahren, der Altersdurchschnitt lag bei 31 Jahren.

Die Lerneinheiten der Präsenzveranstaltungen wurden (FB B) in ihrer Gesamtbeurteilung sehr positiv beurteilt. Die Lerneinheiten der Veranstaltung "Kolorektale Chirurgie" wurden durchschnittlich mit 4,38 bewertet, die Veranstaltungen Intensivmedizin im Februar 09 und 10 mit 4,39 und 4,36, die Veranstaltung Basischirurgie im März 10 mit 4,1 und Notfallambulanz im November 09 mit 4,4.

Im Teil C äußerten sich die Teilnehmer der 5 evaluierten Veranstaltungen zu den Fragen "Sie würden dieses Modul weiterempfehlen" mit 4,58 auf der Likert-Skala und "Sie planen an weiteren Modulen teilzunehmen" mit 4,34 überaus positiv.

Schlussfolgerungen: Die hohe Akzeptanz der evaluierten Seminarveranstaltungen belegt die Bedarfsorientiertheit des neuen Konzeptes mit seiner auf hohe Interaktivität fokussierten modularen Weiterbildungsseminaren in Verbindung mit Online-Lerninhalten.

Ausblick: Von Juni 2010 bis November 2010 sind weitere 5 Seminare geplant, 2011 sollen zum ersten Mal alle 12 Weiterbildungsmodule zum Einsatz kommen.