gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

08.10. - 10.10.2009, Freiburg

E-Learning im Aachener Modellstudiengang Medizin am Beispiel von E-Media Skills Lab Neurologie

E-learning within the Aachener Modellstudiengang Medizin drawing on the example of the E-Media Skills Lab of Neurology

Poster

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Freiburg im Breisgau, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmaT5P137

DOI: 10.3205/09gma137, URN: urn:nbn:de:0183-09gma1370

Veröffentlicht: 2. September 2009

© 2009 Südfeld et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Hintergrund: Der Aachener Modellstudiengang Medizin zeichnet sich aus durch: Praxisnähe, enge Verzahnung von Klinik und Vorklinik, Interdisziplinarität und wiederholendes Lernen in einer Lernspirale [1].

Fragestellung: Wie muss E-Learning gestaltet werden, um den Ansatz des Aachener Modellstudiengangs zu unterstützen?

Methodik: Um Patientendemonstrationen auch unabhängig vom gerade vorhandenen Patientengut anbieten und damit die gewünschte Praxisnähe gewährleisten zu können, werden in Kooperation zwischen der Neurologischen Klinik, der Neurochirurgischen Klinik und des Audiovisuellen Medienzentrums die interaktiven Lernprogramme „Die neurologische Untersuchung“ und „Die neurologischen Krankheitsbilder“ aufgebaut. Schwerpunkte dieser Programme sind Filmaufnahmen des Ablaufs der neurologischen Untersuchung sowie neurologisch erkrankter Patienten. Beim Erstellen der Filme wird besonderer Wert auf didaktische Aspekte gelegt. Neben der kommentierten Version der Filme gibt es eine nicht kommentierte Version, um die Arzt-Patienten-Interaktion beobachtbar zu machen und somit das Lernen am Vorbild zu ermöglichen. In den Lernprogrammen werden die Filme schließlich durch weitere Materialien ergänzt. Die so entstandenen elektronischen Lehrmaterialien bilden zusammen das E-Media Skills Lab Neurologie.

Ergebnisse: Die Lernprogramme stehen den Studierenden zum Selbststudium zur Verfügung [2]. Außerdem werden die Filme von den Lehrenden in den Vorlesungen zur Veranschaulichung genutzt.

Ausblick: Der systematische Ausbau des Lernprogramms „Die neurologischen Krankheitsbilder“ wird im Laufe der nächsten Monate fortgesetzt werden.

Mit dem E-Media Skills Lab Neurologie wurde der Grundstein des E-Media Skills Lab gelegt. Seitdem wird das Angebot elektronischer Lehr-/ Lernmaterialien Zug um Zug durch die Ergebnisse ähnlicher Projekte ergänzt. Langfristig entsteht so aus einer Sammlung qualitativ hochwertiger elektronischer Lehr-/Lernmaterialien eine fachübergreifende elektronische Medienplattform.

Damit das E-Media Skills Lab als Lehrangebot nachhaltig in das Curriculum des Aachener Modellstudiengangs integriert werden kann, sollen die einzelnen Materialien künftig mit einem semantischen Netz verknüpft werden. In diesem semantischen Netz werden nicht nur gängige Klassifikationen, sondern insbesondere auch der Gegenstandskatalog des Aachener Modellstudiengangs abgebildet werden.

Schlussfolgerung: Im E-Media Skills Lab ist praxisnahes, anschauliches Lernen am didaktisch aufgearbeiteten, „virtuellen“ Patienten möglich. Es fügt sich optimal in den didaktischen Ansatz des Aachener Modellstudiengangs ein und komplettiert ein mehrstufiges, aufeinander aufbauendes interdisziplinäres und praxisorientiertes Lernen (siehe Abbildung 1 [Abb. 1]).


Literatur

1.
Noth J. Neue Wege Der Aachener Modellstudiengang Medizin. Forsch Lehre. 2009;5:352-353.
2.
von Busch B, Kosinski CM, Kreitschmann-Andermahr I, Schiefer J, Südfeld D. Die neurologische Untersuchung V 1.0. Aachen: Rheinisch Westfälisch Technische Hochschule Aachen; 2009.