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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

08.10. - 10.10.2009, Freiburg

Standardisierte Studierende – ist es möglich, die Genauigkeit von OSCE-Prüfern zu überprüfen?

Vortrag

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  • corresponding author Petra Ganschow - Universitätsklinikum Heidelberg, Chirurgische Universitätsklinik, Heidelberg, Deutschland
  • MW Büchler - Universitätsklinikum Heidelberg, Chiurgische Universitätsklinik, Heidelberg, Deutschland
  • author Martina Kadmon - Universitätsklinikum Heidelberg, Chirurgische Universitätsklinik, Heidelberg, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Freiburg im Breisgau, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmaT5V082

DOI: 10.3205/09gma082, URN: urn:nbn:de:0183-09gma0829

Veröffentlicht: 2. September 2009

© 2009 Ganschow et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Objective Structured Clinical Examinations (OSCE) haben sich in den letzten Jahren als Standard-Prüfungsform zur Überprüfung von ärztlichen Fertigkeiten und Handlungskompetenzen an Medizinischen Fakultäten im deutschsprachigen Raum etabliert. Im Rahmen des Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) ist ein OSCE mit 13 Stationen Teil der Abschlussprüfung des chirurgischen Blocks.

Um eine weitere Standardisierung des OSCE zu erreichen, entwickeln wir derzeit ein Instrument zur Beurteilung der Reliabilität und Validität der Prüfung und zur Frage der Standardisierung von OSCE-Prüfern.

Material, Methoden & Studierende: Wir trainieren Studierende anhand von viszeralchirurgischen OSCE-Checklisten, für jeweils eine Checkliste eine definierte Leistung reproduzierbar zu erbringen. Insgesamt werden wir 15 Studierende für 5 Checklisten trainieren. Jeweils drei Studierende werden für eine Checkliste standardisiert, 2 Studierende für eine Borderline Leistung, ein Studierender für eine sehr gute Leistung. Die Borderline Leistung ist definiert als Minimalkompetenz +/- 1 Pt., die sehr gute Leistung ist definiert als maximaler Punktabzug von 2 Pt. und maximal einer Zwischenfrage durch den Prüfer.

Bei den Checklisten handelt es sich um drei Checklisten zu viszeralchirurgischen Krankheitsbildern, die an standardisierten Patienten geprüft werden. Jede Checkliste enthält 5 Aufgabenbereiche:

1.
Anamneseerhebung,
2.
Überlegungen zur fallbasierten Differentialdiagnose,
3.
Erstellung eines diagnostischen Algorithmus mit nachfolgender Befundung richtungsweisender diagnostischer Maßnahmen (z.B. Röntgenbilder),
4.
Erstellung eines Therapieplans und
5.
Umgang mit (dem) Patienten(/innen).

Die anderen beiden Checklisten prüfen vorwiegend praktische Fertigkeiten.

Wir werden die Standardisierung in einem Probe-OSCE überprüfen. Hierbei müssen die standardisierten Studierenden mindestens fünf Mal ihre Leistung in einer simulierten Prüfungssituation mit unterschiedlichen Prüfern erbringen. Die Prüfer sind erfahrene OSCE-Prüfer, die mehrfach zuvor in realen OSCEs geprüft haben.

Ausblick: Wir möchten diese Pilot-Studie gerne im Rahmen der GMA-Tagung vorstellen. In Zukunft planen wir, die standardisierten Studierenden in einen realen OSCE einzuschleusen und so die Prüfer-Genauigkeit zu messen. Es ist vorstellbar, dass auf dieser Basis im weiteren ein gezieltes Training für OSCE-Prüfer entwickelt werden kann.