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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

08.10. - 10.10.2009, Freiburg

Dermatologische Moulagen im Medizinstudium

Vortrag

  • author Martin Faber - Universitätsklinikum Freiburg, Universitäts-Hautklinik, Freiburg, Deutschland
  • corresponding author Marcel Müller - Universitätsklinikum Freiburg, Universitäts-Hautklinik, Freiburg, Deutschland
  • Jonas Hofmann - Universitätsklinikum Freiburg, Universitäts-Hautklinik, Freiburg, Deutschland
  • Florian Maurer - Universitätsklinikum Freiburg, Universitäts-Hautklinik, Freiburg, Deutschland
  • author Thilo Jakob - Universitätsklinikum Freiburg, Universitäts-Hautklinik, Freiburg, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Freiburg im Breisgau, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmaT4V066

DOI: 10.3205/09gma066, URN: urn:nbn:de:0183-09gma0660

Veröffentlicht: 2. September 2009

© 2009 Faber et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Die Moulagen der Freiburger Hautklinik verloren nach dem Siegeszug der Farbphotographie seit den 50er Jahren ihre zentrale Bedeutung für die Ausbildung der Medizinstudenten. Wegen Raumknappheit wurden die meisten Modelle Ende des vergangenen Jahrhunderts in einem Keller zwischengelagert. Gegenwärtig werden die Moulagen im Rahmen des praxisorientierten Unterrichts wiederentdeckt. Welche Möglichkeiten bieten die altertümlichen Moulagen in Verbindung mit heutigen Lehrmethoden?

Methodik: Seit zwei Jahren zählen die Moulagen zum festen Bestandteil des Freiburger Blockpraktikums Dermatologie, in dem Kurse zur Erlernung der Effloreszenzenlehre und Erkennung wichtiger Differentialdiagnosen angeboten werden. Das Konzept der Freiburger Moulagensammlung umfasst außerdem die Katalogisierung in einer Datenbank, die Restaurierung und die Lagerung der Objekte.

Ergebnisse: Die Lehrevaluation durch die Studierenden ergab die Note 1,4. Der Moulagenunterricht wurde von der Studienkommission der Medizinischen Fakultät Freiburg mit dem "Preis für innovative Lehrprojekte 2008" ausgezeichnet.

Schlussfolgerungen: Die Moulagen als dreidimensionale Modelle bewähren sich als Ergänzung des bedside teachings, da sich dermatologische Patienten unter Berufung auf ihre Persönlichkeitsrechte verständlicherweise nicht leicht für Ausbildungszwecke gewinnen lassen. Ein interaktives E-Learning-Modul, welches die im Kurs „Differentialdiagnosen“ gemachten Erfahrungen vertieft und in den Kontext aktueller Patientenphotos setzt, ist in Vorbereitung. Unter http://www.uniklinik-freiburg.de/hautklinik/live/lehre/veranstaltungen/moulagen.html wird derzeit eine Website eingerichtet, mit der die Freiburger Moulagensammlung angesehen und nach vielen Kriterien recherchiert werden kann.