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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

02.10. - 05.10.2008, Greifswald

„Dr. med.“ – Sinnhaftigkeit und Status im Reformstudiengang

Poster

  • corresponding author Christopher L. Schlett - Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland
  • Hinnerk Doll - Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland
  • Janosch Dahmen - Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland
  • Ole Polacsek - Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland
  • author Marzellus Hofmann - Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland
  • author Martin Butzlaff - Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Greifswald, 02.-05.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08gma90

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2008/08gma090.shtml

Eingereicht: 10. Juni 2008
Überarbeitet: 6. August 2008
Angenommen: 6. August 2008
Veröffentlicht: 19. August 2008

© 2008 Schlett et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Reformationen des Curriculums fokusieren sich primär auf Problem-Orientiertes-Lernen (POL) und einer praxisnahen Ausbildung, wie Beispielhaft an der Universität Witten/Herdecke (UWH). Beide Ansätze sind zeitbindend und könnten studentische Forschungsaktivitäten mindern, die in Deutschland hauptsächlich aus der Promotion besteht.

Methodik: Wir untersuchten basierend auf der ‘UWH Alumni Database’

1.
die Promotionsraten
2.
die Assoziation zu demographischen Unterschieden, individuellen curriculuäre Entscheidungen und Evaluationen,
3.
Prediktion von Karriereentwicklung.

Ergebnisse: 49% (n=128) der UWH Alumni, Abschlussjahrgänge 1989-2005, schlossen erfolgreich ihre Promotion ab, verglichen zu durchschnittlich 63% bundesweit. Alumni mit einer Promotion waren häufiger männlich (59% vs. 43%, p=0.009), jünger bei Studiumabschluss (28.9±1.9 vs. 29.5±2.5, p=0.02) and verbrachten mehr Zeit während ihrem Studium im Ausland (88% vs. 77%, p=0.02). Bessere technische Ausstattung (p=0.008) und eine Verbesserung der Bücherei (p=0.04) wurden als Schlüsselanforderungen gesehen wobei vermittelte Forschungskomptenze nicht unterschiedlich bewertet wurde (p=0.50). Eine Promotion predikte höhere Publikationsraten nach dem Studium (OR=2.4, p=0.003) und die spätere Anstellung in Führungspositionen (OR=2.0, p=0.02).

Schlussfolgerung: Niedrigere Promotionsraten wurden bei den Alumni von einem Reformstudiengang beobachtet, besonders in weiblichen und älteren Absolventen. Weitere Forschungs ist notwendig um

1.
ein besseres Verständnis der möglichen Assoziation zu POL zu bekommen,
2.
Gründe zu identifizieren, die individuälle Entscheidungen für eine Promotion begrenzen,
3.
eine curriculuäre und individuälle Unterstützung für höhere Promotionsraten zu bieten.