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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

02.10. - 05.10.2008, Greifswald

Klinische Module in der zahnärztlichen Vorklinik

Meeting Abstract

  • corresponding author Silvia Söhnel - Universitätsklinikum Greifswald, Poliklinik für zahnärztliche Prothetik, Alterszahnheilkunde und zahnmedizinischer Werkstoffkunde, Greifswald, Deutschland
  • Andreas Söhnel - Universitätsklinikum Greifswald, Poliklinik für zahnärztliche Prothetik, Alterszahnheilkunde und zahnmedizinischer Werkstoffkunde, Greifswald, Deutschland
  • Heike Steffen - Universitätsklinikum Greifswald, Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Endodontologie, Greifswald, Deutschland
  • Gabriele Langfordt - Universitätsklinikum Greifswald, Poliklinik für zahnärztliche Prothetik, Alterszahnheilkunde und zahnmedizinischer Werkstoffkunde, Greifswald, Deutschland
  • Stefan Haak - Universitätsklinikum Greifswald, Poliklinik für zahnärztliche Prothetik, Alterszahnheilkunde und zahnmedizinischer Werkstoffkunde, Greifswald, Deutschland
  • author Bernd Kordaß - Universitätsklinikum Greifswald, Poliklinik für zahnärztliche Prothetik, Alterszahnheilkunde und zahnmedizinischer Werkstoffkunde, Greifswald, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Greifswald, 02.-05.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08gma83

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2008/08gma083.shtml

Eingereicht: 15. Juni 2008
Überarbeitet: 6. August 2008
Angenommen: 6. August 2008
Veröffentlicht: 19. August 2008

© 2008 Söhnel et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Die Vorklinik der Zahnmedizin vermittelt bislang hauptsächlich die Grundlagen der Zahn- und Humanmedizin, so dass viele Studenten erst nach dem Physikum bzw. nach dem 6. Semester das eigentliche Tätigkeitsfeld der Zahnmedizin kennen lernen. Wie kann man aber diese Strukturen in den technischen, propädeutschen Kursen der Prothetik aufbrechen, um schon recht frühzeitig den Studenten einen Eindruck vom späteren Berufsbild vermitteln?

Methodik: Die vorklinischen Kurse des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald wurden modularisiert und entsprechend ihrer klinischen Relevanz neu strukturiert. Module mit einer eher geringen klinischen Relevanz wurden aus dem Curriculum gestrichen und durch klinisch-propädeutische Kurse ersetzt: Zum Beispiel wird bereits im Phantom I-Kurs ein zweiwöchiger Einführungskurs in die Endodontie und im Phantom II-Kurs ein Aufbissschienenkurs für das erkrankte Kiefergelenk von Klinikern den Studenten unterrichtet. Im Rahmen dieser Module lernen die Studenten am extrahierten Zahn eine Wurzelbehandlung durchzuführen bzw. sich gegenseitig mit einer Aufbissschiene zu versorgen und diese unter funktionellen Gesichtspunkten einzuschleifen.

Ergebnisse: Aufgrund der sehr guten Evaluation und des großen Interesses der Studenten an diesen klinischen Modulen in der Vorklinik wird dieser curriculare Aufbau weiter verfeinert und ausgebaut. Es zeigt sich auch, dass die Studenten, die an diesen Modulen in der Vorklinik teilgenommen haben, in der Klinik einen einfacheren Zugang zu diesen Themen aufgrund ihrer Vorbildung haben und manuell geschickter vorgehen.

Schlussfolgerung: Die positiven Ergebnisse zeigen, dass eine weitere Verzahnung von Klinik und Vorklinik vorangetrieben werden sollte, um den Studenten schon frühzeitig ein besseres Berufsbild zu vermitteln und fit für die Klinik zu machen.