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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

02.10. - 05.10.2008, Greifswald

Das Wahlfach „Allgemeinmedizin“ im Praktischen Jahr – Erfahrungen und Ergebnisse an der Universität Frankfurt am Main

Poster

  • corresponding author Katja Gilbert - Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt/Main, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt/Main, Deutschland
  • author Hans-Michael Schäfer - Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt/Main, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt/Main, Deutschland
  • author Peter Wilhelm Gündling - Europa Fachhochschule Fresenius, Idastein, Deutschland
  • Elke Mesenholl-Strehler - Europa Fachhochschule Fresenius, Idstein, Deutschland
  • Monika Sennekamp - Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt/Main, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt/Main, Deutschland
  • Ferdinand Michael Gerlach - Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt/Main, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt/Main, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Greifswald, 02.-05.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08gma68

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2008/08gma068.shtml

Eingereicht: 14. Mai 2008
Überarbeitet: 6. August 2008
Angenommen: 6. August 2008
Veröffentlicht: 19. August 2008

© 2008 Gilbert et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Hintergrund: Durch die Neufassung der Approbationsordnung im Jahre 2002 haben die Studierenden seit 2006 die Möglichkeit neben den Pflichttertialen in Innerer Medizin und Chirurgie das dritte Tertial im Wahlfach „Allgemeinmedizin“ zu belegen. Die vorliegende Untersuchung zeigt die Bewertung der eigenen ärztlichen Kompetenzen durch die Studierenden vor Beginn und nach Abschluss des PJ-Tertials „Allgemeinmedizin“ (Selbstbild) sowie die studentische Einschätzung eines Idealbildes hausärztlicher Kompetenzen.

Methodik: Am Frankfurter Institut für Allgemeinmedizin wurde eine Arbeitsgruppe aus erfahrenen Lehrärzten/innen sowie Institutsmitarbeitern/innen gebildet, um ein Curriculum und entsprechende Unterrichtstrukturen zu entwickeln. Seit Wintersemester 2006/2007 stehen nun jährlich 15 Plätze für Studierende zur Verfügung. Der Unterricht findet ganztägig in speziell ausgewählten Lehrpraxen statt. Die Praxisphase ist durch im Verlauf zunehmend selbstständiges Arbeiten unter Superversion gekennzeichnet und wird durch Portfolioaufgaben strukturiert. Mittwochnachmittags treffen sich die Studierenden im Institut für Allgemeinmedizin zu einem 4-stündigen Begleitseminar. Vor und nach dem allgemeinmedizinischen Tertial nehmen die Studierenden an einer Evaluation mittels standardisierter Fragebögen teil.

Ergebnisse: Mit Abschluss des laufenden Sommersemesters 2008 wird die Auswertung der Evaluationsergebnisse von 29 Studierenden vorliegen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen einen deutlich wahrgenommenen Zuwachs an ärztlichen Kompetenzen während des PJ-Tertials „Allgemeinmedizin“ in fast allen Teilbereichen ärztlicher Tätigkeit (Selbstbild der Studierenden). Haben sich die Studierenden bereits nach Abschluss der Pflichttertiale als weitgehend kompetent eingestuft, wurde nach dem 3. Tertial „Allgemeinmedizin“ eine weitere, zum Teil signifikante, Kompetenzsteigerung angegeben. Auch die studentische Einschätzung des Idealbildes hausärztlicher Kompetenzen zeigt sich anspruchsvoller als vor Tertialbeginn.

Schlussfolgerung und Ausblick: Nach Abschluss des PJ- Wahltertials in allgemeinmedizinischen Lehrpraxen fühlen sich die Studierenden in medizinischer Hinsicht deutlich kompetenter. Dies kann zusammen mit einer insgesamt sehr positiven Bewertung des Tertials als Erfolg des Frankfurter PJ-Konzeptes „Allgemeinmedizin“ gewertet werden. Zukünftig ist geplant, die Selbsteinschätzung durch Vergleich mit dem Prüfungserfolg im mündlich/praktischen Staatsexamen M2 zu objektivieren sowie die Untersuchung vergleichend auf die anderen PJ-Fächer auszuweiten.