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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

02.10. - 05.10.2008, Greifswald

Evaluation des Wahlfachs Naturheilverfahren und komplementäre Medizin

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  • corresponding author Peter W. Gündling - Europa Fachhochschule Fresenius, Leiter/Studiendekan für Naturheilkunde und komplementäre Medizin, Idastein, Deutschland und

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Greifswald, 02.-05.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08gma31

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2008/08gma031.shtml

Eingereicht: 28. Mai 2008
Überarbeitet: 6. August 2008
Angenommen: 6. August 2008
Veröffentlicht: 19. August 2008

© 2008 Gündling.
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Gliederung

Text

Problemstellung: Laut Umfragen wünschen sich über 80% der deutschen Bevölkerung eine naturheilkundliche Behandlung, wenn immer das möglich ist. Und ca. 30% der Ärzte interessieren sich für Naturheilverfahren. Deshalb wurde in der neuen ÄAppO der Ausbildungsumfang der Medizinstudierenden in diesem Bereich erweitert.

Forschungsfrage: Wie groß ist das Interesse der Studierenden an einer Ausbildung in Naturheilverfahren und komplementärmedizinischen Therapien?

Methodik: An der Universität Frankfurt werden seit vielen Jahren Seminare zu Naturheilverfahren, Osteopathie, Akupunktur und Homöopathie angeboten. Mit Einführung der neuen ÄAppO wurde ein Wahlfach implementiert, das diese Fächer mit 6 SWS vereint. Der Anteil des jeweiligen Fachs ist von den Studierenden frei wählbar. Von Beginn an werden diese Veranstaltungen regelmäßig mittels Fragebogen evaluiert. Die Bewertung erfolgte einzeln anhand einer sechsstufigen Likert-Skala. Zusätzlich gab es Raum für Freitexteinträge.

Resultate: Gemessen an der Anzahl der möglichen Wahlfächer entscheiden sich relativ viele Studierende zur Teilnahme am Wahlfach Naturheilverfahren und komplementäre Medizin. Die Ausbildungsanteile der einzelnen Disziplinen variieren jedoch. Das Interesse und die Zufriedenheit der Studierenden wurden ebenso wie die Motivation der Lehrenden sehr hoch bewertet. Besonders gut schnitten die Vermittlung praktischer Fertigkeiten und die Selbsterfahrung ab.

Schlussfolgerung: Obgleich Naturheilverfahren und komplementärmedizinischen Therapien an den meisten Universitäten noch recht spärlich vertreten sind, scheint das Interesse und die Nachfrage der Studierenden dazu vorhanden zu sein. Regelmäßige Evaluationen und Befragungen können helfen, Inhalte und Lernziele auf die Bedürfnisse anzupassen.