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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

16.11. - 18.11.2007, Hannover

Evaluation der GATE - Trainingskurse für gastrointestinale Endoskopie: ein leitliniengestütztes Ausbildungskonzept der DGVS

Evaluation of the GATE-training for gastrointestinal endoscopy: a guideline based concept of the DGVS

Poster

  • author Manuela Götzberger - Ludwig-Maximilian-Universität München, München, Deutschland
  • corresponding author Stefanie Geisenhof - Ludwig-Maximilian-Universität München, München, Deutschland
  • Nikola Landauer - Ludwig-Maximilian-Universität München, München, Deutschland
  • author Martin R Fischer - Ludwig-Maximilian-Universität München, München, Deutschland
  • Walther Heldwein - Ludwig-Maximilian-Universität München, München, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Hannover, 16.-18.11.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gma101

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2007/07gma101.shtml

Veröffentlicht: 14. November 2007

© 2007 Götzberger et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: GATE (Gastroenterologie Ausbildung – Training Endoskopie) ist ein überregionales neues Kurskonzept in der praktischen Endoskopie-Ausbildung. Die Trainingskurse beinhalten einen leitliniengestützten Theorieteil, sowie eine strukturierte praktische Ausbildung unter Tutoranleitung an Phantommodellen. Im dargestellten Projekt wurden die Akzeptanz und der Lerneffekt dieses Kurskonzeptes evaluiert.

Methodik: Vier Gesamtkurse (jeweils vier Tage Dauer) mit insgesamt 165 Teilnehmern von 2004 bis 2006 in München und Berlin wurden evaluiert. Zu Beginn der Kurse wurde durch strukturierte Fragebögen das Profil der Teilnehmer (12 items) und am Ende die subjektive Akzeptanz (10 items, Likert-Skala 1 bis 5, 1=trifft vollzu; 5= trifft überhaupt nicht zu) des Kurses erfasst (Rücklauf 69%). Die Teilnehmer hatten neben den vorgegebenen Items Gelegenheit, Verbesserungsvorschläge als Freitext auf den Fragebögen anzubringen. Der Lernerfolg des Theorieteils wurde anhand eines Fragebogens zu Beginn und Ende des Kurses mit jeweils zehn MC-Fragen überprüft (Einfach- und Mehrfachauswahlfragen, Rücklauf 81/165). Die Schwierigkeit von Vor- und Nachtest wurde von 3 Experten als gleichwertig eingestuft. Die Bewertung des endoskopisch-manuellen Lernerfolges wurde in Form einer Polypektomie nach vorgegebenem Protokoll am Symbionix-Computersimulator vor und nach Phantomübungen an 13 zufällig ausgewählten Probanden durchgeführt. Die Beurteilung wurde durch einen Tutor auf einer Notenskala von 1 (sehr gut) bis 5 (ungenügend) durchgeführt.

Ergebnisse: In der subjektiven Akzeptanzeinschätzung (Stufe 1 und 2 auf der Likert-Skala, n=96) trauten sich 67 % der Befragten zu, nach dem Kurs Diagnosen deutlich besser zu erkennen; 77 % fühlten sich sicherer im Umgang mit interventionellen Techniken und 88% würden den Kurs weiterempfehlen. Der Punktemittelwert aus den 10 MC-Fragen, den die Teilnehmer im Theorietest erreichten, nahm von 2,9 beim Vortest signifikant auf 4,7 beim Nachtest zu (n=81, p<0,01). In der Beurteilung der praktischen Fähigkeiten am Computersimulator (n=13) ergab sich eine Verbesserung in der Benotung von 3,0 zu Beginn auf 2,5 nach Ende der praktischen Übungen (n.s.). Die benötigte Zeit für die geforderte Prozedur reduzierte sich dabei von 445 sec zu Beginn auf 274 sec am Ende (p<0,01).

Zusammenfassung: Bezüglich des theoretischen Wissens findet sich insgesamt ein signifikant positiver Lerneffekt bei den evaluierten Teilnehmern. Bei der Überprüfung der praktischen Fähigkeiten ist ebenfalls ein positiver Lerneffekt - insbesondere durch den verkürzten Zeitaufwand - zu verzeichnen. Zusätzlich zeigt sich eine hohe subjektive Akzeptanz des Kurskonzeptes. Die Ergebnisse der Evaluation sind bereits in eine Optimierung der Kursangebote eingeflossen. Eine Verbesserung der Evaluationsinstrumente (pilotierte MC-Fragen, 2. Bewerter für den praktischern Lernerfolg) wird angestrebt.