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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

16.11. - 18.11.2007, Hannover

Ergebnisse einer Umfrage zur universitären Lehre in Unfallchirurgie und Orthopädie in Deutschland

Poster

  • corresponding author Carl Haasper - Medizinische Hochschule Hannover, Unfallchirurgie, Hannover, Deutschland
  • author Musa Citak - Medizinische Hochschule Hannover, Unfallchirurgie, Hannover, Deutschland
  • author Christian Probst - Medizinische Hochschule Hannover, Unfallchirurgie, Hannover, Deutschland
  • author Tobias Hüfner - Medizinische Hochschule Hannover, Unfallchirurgie, Hannover, Deutschland
  • author Christian Krettek - Medizinische Hochschule Hannover, Unfallchirurgie, Hannover, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Hannover, 16.-18.11.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gma43

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2007/07gma043.shtml

Veröffentlicht: 14. November 2007

© 2007 Haasper et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Die studentische Lehre ist ein essentieller Teil der ärztlichen Ausbildung. Strukturveränderungen könnten zu einer reduzierten Lehrkapazität an den Universitäten führen. Für die Fächer Orthopädie und Unfallchirurgie gibt es bisher keine Daten zu Umfang und Struktur in der akademischen Lehre in Deutschland. Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates haben eine große Relevanz im ärztlichen Alltag. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Erkrankungen in unseren Fachgebieten und der rückläufigen Studentenzahlen sowie einer generalisierten Ressourcenverknappung wurde die Lehre evaluiert.

Methode: Die Lehrstühle für Orthopädie und Unfallchirurgie der 41 medizinischen Fakultäten in Deutschland wurden angeschrieben. Art und Umfang von Vorlesung, Praktika und Seminaren sowie eingesetzten Medien wurden mittels eines Fragebogens evaluiert. Die erhobenen Daten sind einfachen statistischen Methoden zur Ergebnisdarstellung zugeführt worden.

Ergebnisse: Trotz einheitlicher Ausbildungsrichtlinien durch die Approbationsordnung ist die Gestaltung des Unterrichts heterogen. Durchschnittlich wird für die beiden Kernfächer nicht mehr als 20 h Vorlesung pro Semester oder Trimester geboten. Hauptsächlich wird diese Vorlesung in MS Powerpoint als Pflichtveranstaltung abgehalten. Der Schwerpunkt der Lehre liegt aber deutlich in umfangreichen Seminaren und Praktika, wobei letztere in Zukunft nach Meinung der Lehrstuhlinhaber mehr Umfang bekommen sollen. Computerbasierte Skripte sind auf der Wunschliste einiger Lehrstühle.

Schlussfolgerungen: Krankheitsbilder des Bewegungsapparates haben eine große Relevanz im ärztlichen Alltag, da jeder fünfte Patient beim Hausarzt Probleme dieses Organsystems beklagt. Die Bildinformation ist entscheidend für Diagnose und Therapie (bspw. Röntgenbilder). Viel Lehrstoff muss in kurzer Zeit präsentiert werden und es könnte die Gefahr bestehen zum Frontalunterricht zurückzukehren. Beispielsweise könnten die neuen Medien (E Learning etc.) genutzt werden, um Defizite auszugleichen und ergänzend ein selbständiges, interaktives Lernen zu fördern.