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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

16.11. - 18.11.2007, Hannover

„Anamneseerhebung und Gesprächsführung“. Vorstellung eines neu entwickelten, modularen Unterrichtskonzepts für den Kurs „Einführung in die klinische Medizin“: Durchführbarkeit und erste Evaluationsergebnisse

Poster

  • author Monika Sennekamp - Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt am Main, Deutschland
  • corresponding author Katja Gilbert - Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt am Main, Deutschland
  • author Jochen Gensichen - Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt am Main, Deutschland
  • author Ferdinand Gerlach - Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt am Main, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Hannover, 16.-18.11.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gma40

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2007/07gma040.shtml

Veröffentlicht: 14. November 2007

© 2007 Sennekamp et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In der neuen Approbationsordnung ist die Vermittlung kommunikativer Fähigkeiten ausdrücklich vorgesehen. Die derzeitige Ausbildung wird als defizitär eingeschätzt. Aufgabe eines neuen, vom Studiendekanat geförderten, Lehrprojektes des Instituts für Allgemeinmedizin, ist die Neukonzeption des vorklinischen Kurses „Einführung in die Klinische Medizin“.

Methode: Es wurden sieben Module entwickelt, die den Studierenden eine einheitliche fundierte Basisausbildung in ärztlicher Gesprächsführung und Anamnesetechnik bieten. Die Dozenten erhielten eine ganztägige Schulung. Das neue Konzept wird im laufenden Sommersemester mit sieben modular gestalteten Unterrichtseinheiten für insgesamt ca. 400 Studierende in 30 parallelen Gruppen durchgeführt. Mit verschiedenen Befragungsinstrumenten wird der Kurs auf mehreren Ebenen evaluiert:

  • Etwa 400 Studierende und 30 Dozenten bewerten die einzelnen Module sowie den gesamten Kurs hinsichtlich Durchführbarkeit, Gesamtzufriedenheit, subjektivem Lernfortschritt und bringen Verbesserungsvorschläge ein.
  • Durch einen schriftlichen Test zu Semesterende wird der Lernfortschritt aller Studierenden beurteilt.
  • Im Herbst wird bei Studierenden einer Versuchs- und einer Kontrollgruppe der Zuwachs an Fähigkeiten bezüglich Gesprächsführung und Anamneseerhebung anhand eines standardisierten und validierten Bewertungsinstruments (Calgary-Cambridge Leitfaden) evaluiert. Erste Ergebnisse werden vorgestellt.

Ergebnisse: Das neue Konzept bietet alle benötigten Unterricht- und Moderationsmaterialen in einer Toolbox. Jedes der sieben Module ist inhaltlich und thematisch klar strukturiert:

1.
praktische Anamneseübungen mit Patienten. Beurteilung und Feedback anhand von Beobachtungsbögen.
2.
kommunikationstheoretischer Teil.

Bsp.: Grundlagen der Kommunikation, Gesprächstechniken und Gesprächsstile, Feedback geben, „Anamnese, was ist das?“, Arzt-Patienten-Beziehung, Partizipative Entscheidungsfindung

Das neue modulare Konzept und erste Evaluationsergebnisse (Machbarkeit, Lernfortschritt, Unterschiede in der Versuchs- und Kontrollgruppe) werden im November 2007 vorgestellt.

Schlussfolgerungen: Entsprechend der Evaluationsergebnisse wird das Konzept für das folgende Sommersemester weiter optimiert werden.